Deutschland Chiemgauer Alpen

Weitlahnerkopf (1615 m), Geigelstein (1808 m)

Charakter 2
Tourdaten:
Aufstieg Aufstieg:  3:45 Stunden
Abstieg Abstieg:  2:30 Stunden
Höhenmeter 1200 Höhenmeter

Hainbach (660 m) - Klausgraben - Dalsenalm (1000 m) - Weitlahnerkopf (1615 m) - Rossalm (1681 m) - Geigelstein (1808 m) - Schreckalm (1403 m) - Jägersteig - Huben (716 m)

Charakter: Insgesamt mittelschwierige Bergwanderung. Der Anstieg von der Dalsenalm zum Weitlahnerkopf ist teilweise recht steil. Am Gipfelaufbau warten kleine drahtseilgesicherte Felspassagen. Hier ist Trittsicherheit und Schwindelfreiheit notwendig. Der Weiterweg vom Weitlahnerkopf über die Rossalm zum Geigelstein ist einfach. Bei Nässe sind die Wege im Bereich der Rossalm sehr batzig. Gibt man sich mit dem Weitlahnerkopf zufrieden und geht man den gleichen Weg zurück, gilt es insgesamt 970 Höhenmeter zu bewältigen.

Anfahrt: Autobahn München - Salzburg, Ausfahrt Frasdorf. Nach der Ausfahrt links nach Aschau abbiegen und im Ort Aschau nach der Brücke, die über die Prien führt, rechts Richtung Sachrang halten. Nach dieser Rechtskurve folgt man der Straße für 5,6 km nach Hainbach. Gleich nach dem grünen Schild von Hainbach biegt man nach der Brücke links auf den kleinen Wanderparkplatz ein. Ist dieser belegt, findet sich ein paar Meter weiter ein weiterer und größerer Wanderparkplatz (2 Euro Parkgebühr, Stand 2013).

Mit Bus & Bahn: Mit dem Meridian Richtung Salzburg von München Hauptbahnhof über Rosenheim nach Prien am Chiemsee. Von Prien weiter mit der Regionalbahn nach Aschau im Chiemgau und von dort mit der RVO-Bus-Linie 9502 Richtung Sachrang zur Haltestelle Hainbach (Fahrplan und Buchung). Der Bus fährt nicht am Sonn- oder Feiertag. Mit dem Bayern-Ticket fahren bis zu 5 Personen für 25 Euro + 6 Euro je Mitfahrer nach Hainbach.

Geo-Koordinaten des Ausgangspunkts:
47.734723, 12.304494 (in Google Maps öffnen)

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Der Weitlahnerkopf liegt in den Chiemgauer Alpen zwischen der Kampenwand im Norden und dem Geigelstein im Süden. Im Gegensatz zu seinen beiden prominenten Nachbarn geht es am Weitlahnerkopf eher ruhig zu. Aus dem Priental erreicht man den felsigen Gipfel an den östlichen Ausläufern der Aschentaler Wände von Hainbach durch den Klausgraben. Wer der Besteigung des Weitlahnerkopfs noch die Krone aufsetzen möchte, der wandert vom Gipfel weiter über die Rossalm zum Geigelstein und steigt über die Priener Hütte und die Schreckalm ins Priental ab. Der einzige Wermutstropfen bei dieser herrlichen Exkursion: Man kommt etwas weiter südlich vom Ausgangspunkt im Tal an. Hat man gerade keine Busverbindung oder findet man keinen Autofahrer, der einen mitfahren lässt, bleibt einem nur der gut 45-minütige Fußmarsch von Huben zurück nach Hainbach. Achtung: Vom 1. April bis 31. Mai ist der Weg vom Weitlahnerkopf über die Rossalm und den Geigelstein aus Naturschutzgründen gesperrt.

Aufstieg: Vom Wanderparkplatz in Hainbach gehen wir ein kurzes Stück zurück zur Brücke. Dort beginnt in östlicher Richtung der Anstiegsweg zum Weitlahnerkopf durch den Klausgraben (gelber Wegweiser "Kampenwand/Geigelstein/Priener Hütte"). Wir folgen dem Bachlauf über einen geteerten Weg und passieren einige Häuser. Am Ende der Siedlung halten wir uns bei einer Weggabelung links und folgen dem Forstweg steil bergauf. Linker Hand begleitet uns der rauschende Bachlauf. Über den steilen Forstweg können wir zügig Höhenmeter auf der Habenseite verbuchen. Nach wenigen Minuten lehnt sich das Gelände wieder zurück und wir passieren ein Haus, welches wir links liegen lassen.

In der Folgezeit gibt uns der Klausgraben den Weg vor. Durch den schattigen Graben wandern wir begleitet vom kleinen Bachlauf weiter in östlicher Richtung. Schließlich führt uns der Weg in einigen Kurven aus dem Klausgraben und kurz darauf auch aus dem Bergwald hinaus. Wir spazieren durch ein Gatter und wandern über die freien Wiesen der Dalsenalm an einem Zaun entlang zu einem Schilderbaum. An den Wegweisern angelangt blicken wir nach rechts und erkennen am Grashang unterhalb einer Baumgruppe eine große Infotafel. Wir biegen also bei den Wegweisern rechts ab und steuern durch eine Senke meist weglos auf die Infotafel zu. An der Tafel treffen wir wieder auf einen deutlichen Pfad.

Wir folgen dem markierten Weg steil über einen Wiesenhang bergauf. Nun können wir auch erste Ausblicke genießen und schauen über das Tal der Dalsenalm hinüber zum Hochgern. Hinter uns erhebt sich die Kampenwand, östlich davon schließt sich die Hochplatte an. Der Weg führt uns in ein Waldstück hinein und dort in Serpentinen weiter bergauf. Nach kurzer Zeit verlassen wir den Bergwald und steigen über eine Lichtung weiter steil aufwärts. Schließlich leitet uns der Pfad in einem Linksbogen zu einer Latschengasse, durch die wir zu einem grasigen Bergrücken hinauf wandern. Am Rücken angelangt erblicken wir rechter Hand den felsigen Gipfelaufbau und das Gipfelkreuz des Weitlahnerkopfs.

Vor uns eröffnet sich ein herrliches Panoramablick zu den Berchtesgadener Alpen, zu den Loferer Steinbergen und den Hohen Tauern. Nach dem Genuss des schönen Ausblicks wenden wir uns nach rechts und spazieren auf den Weitlahnerkopf zu. Wir queren über einen steinigen Pfad rechts am Gipfelaufbaus vorbei und treffen auf seiner Nordseite auf eine Drahtseilsicherung. Entlang des Seils kraxeln wir über einige Schrofen hinweg, wenden uns nach rechts und gelangen zu einer Rinne. Wir steigen durch die drahtseilgesicherte Rinne vorbei an einem Felsturm weiter bergauf, schlüpfen durch eine Latschengasse hindurch und treffen auf einen Querweg. Hier wenden wir uns nach links und erreichen kurz darauf das Gipfelkreuz.

Weiterweg zum Geigelstein (vom 1. April bis 31. Mai ist dieser Weg gesperrt!): Wir verlassen den Gipfel des Weitlahnerkopfs und wandern über den Hinweg zurück. Nun lassen wir aber den Abzweig beim Latschendurchschlupf rechts liegen und folgen dem Pfad immer geradeaus in südwestlicher Richtung. Nach zehn Minuten treffen wir auf den Weg, der von Schleching herauf führt. Wir gehen immer weiter geradeaus und erreichen kurz darauf die Hochfläche der Rossalm. Bei einem Wegweiser halten wir uns links Richtung Geigelstein und wandern über die Almwiesen auf die bereits sichtbaren Gebäude der Rossalm zu. Am ersten Gebäude angelangt biegen wir rechts ab und gelangen kurz darauf zum Hauptgebäude, an dem es zur Almsaison Brotzeiten und Getränke zu kaufen gibt.

Vor dem Hauptgebäude der Rossalm stehend wenden wir uns nach links und steigen über einen steinigen Weg zu einem grasigen Rücken hinauf (Wegweiser "Geigelstein"). Vor uns erhebt sich nun ein latschenbewachsener Buckel. Wir wenden uns nach schräg rechts und gehen in südlicher Richtung rechts am Latschenhügel vorbei. Kurz darauf erblicken wir vor uns den Rossalpenkopf. Wir steuern auf den Gipfelaufbau zu und queren an seiner rechten (westlichen) Seite vorbei. Nach der Querung wandern wir zu einem Sattel hinauf und treffen dort auf den Anstiegsweg von der Priener Hütte. Linker Hand sehen wir nun den Gipfelaufbau des Geigelsteins. Am Sattel wenden wir uns also nach links, folgen kurz dem Kammverlauf und steigen dann innerhalb von knapp 20 Minuten durch eine Latschengasse zum Gipfelkreuz und zur kleinen Gipfelkapelle hinauf.

Abstieg nach Huben: Wir verlassen den Geigelstein und spazieren durch die Latschengasse in die Einsattelung hinunter. Dort wenden wir uns nach links und wandern über einen grasigen Hang zur Oberkaseralm hinab. Von dort folgen wir rechtshaltend dem breiten Forstweg Richtung Sachrang/Huben. Nur drei Minuten später kommen wir zu einer weiteren Verzweigung. Hier könnte man nach links innerhalb weniger Minuten die Priener Hütte erreichen. Wer den direkten Weg nach Huben einschlagen möchte, der geht geradeaus weiter und wählt somit den rechten (oberen) Weg. In einem Gegenanstieg von gut 30 Höhenmetern wandern wir hinauf zur Sulzingalm. Wir lassen die Alm links liegen. Ein Karrenweg leitet uns von der Sulzingalm innerhalb von 15 Minuten hinunter zur Schreckalm.

Kurz vor der Alm führt uns der Weg hinunter zu einem breiten Forstweg. Am Forstweg angelangt wenden wir uns nach rechts und spazieren an der Schreckalm vorbei. Ein Pfad leitet uns nun durch Waldstücke und über Lichtungen bergab und mündet schließlich in einen Forstweg. Wir folgen dem Forstweg ein Stück, bis wir auf den Abzweig zum Jägersteig treffen (gelber Wegweiser). Hier biegen wir links ab und steigen über den steinigen Pfad zügig bergab. Wir treffen wieder auf den Forstweg, überqueren diesen und folgen dem Jägersteig, bis dieser wieder in einen breiten Forstweg mündet. Nun wenden wir uns scharf nach links, wandern ein kurzes Stück entlang des Forstwegs und biegen nach wenigen Schritten rechts ab.

Dieser Weg mündet kurz darauf wieder in einen breiten Fahrweg. Wir folgen diesem und passieren in einer Linkskurve eine kleine Holzhütte. Nach der Holzhütte biegen wir rechts ab (gelber Wegweiser "Huben") und wandern über einen breiteren Weg innerhalb von gut 15 Minuten hinunter zum Wanderparkplatz in Huben. Um zur Bushaltestelle zu gelangen, geht man vor zur Straße, wendet sich nach rechts und folgt dem Fuß- und Radweg zur Haltestelle „Geigelstein Aufstieg“ (Fahrplan und Buchung). Hat man keine Busverbindung oder die Möglichkeit per Anhalter zurück nach Hainbach zu kommen, muss man eine weitere gute Dreiviertelstunde für den 3,6 km langen Fußmarsch zurück zum Ausgangspunkt einplanen.

Einkehrmöglichkeiten (nur bei der Überschreitung vom Weitlahnerkopf über die Rossalm und den Geigelstein):
  • Rossalm (1681 m), privat, Tel.: +49 (0)8061/4710, geöffnet von Anfang Juni bis Ende September
  • Priener Hütte (1410 m), DAV Sektion Prien, Tel.: +49 (0)8057/428, ganzjährig geöffnet (Übernachtung möglich, 35 Betten und 70 Lager)

  Höhe Gehzeit Gesamt Ziel
Aufstieg 660 m - 1000 m + 0:55 0:55 Dalsenalm
Aufstieg 1000 m - 1615 m + 1:35 2:30 Weitlahnerkopf
Aufstieg 1615 m - 1681 m + 0:30 3:00 Rossalm
Abstieg 1681 m - 1808 m + 0:45 3:45 Geigelstein
Abstieg 1808 m - 1403 m + 0:45 4:15 Schreckalm
Abstieg 1403 m - 716 m + 1:45 6:00 Huben

Autor: Didi Hackl
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