Parkplatz Schweibern (872 m) - Abzweig Mailach (976 m) - Kindlwandsattel (1157 m) - Heuberg (1338 m) - Kitzstein (1399 m) - Daffnerwaldalmen (1059 m) - Parkplatz Schweibern (872 m)
Insgesamt anspruchsvolle Bergwanderung (T3), die Trittsicherheit, Schwindelfreiheit und für den Übergang zum Kitzstein auch einen guten Orientierungssinn erfordert. Die Wanderung von Schweibern nach Mailach führt über breite Forstwege und ist einfach. Ab Mailach geht es auf einem steilen, steinigen und wurzeligen Weg zum Kindlwandsattel hinauf. Der weitere Anstieg über den Nordwestrücken auf den Heuberg ist an kurzen Stellen ausgesetzt. Die anspruchsvollste Stelle folgt nach dem Heuberg: Der nicht markierte Quergang Richtung Kitzstein ist luftig und wartet mit wurzeligen Stolperfallen auf. An einer Stelle ist ein Drahtseil verbaut. Der weitere Anstieg nach dem ausgesetzten Quergang ist steil und holprig. Vorsicht auch am exponierten und senkrecht abfallenden Kitzsteingipfel. Bei Nässe, Schnee oder Vereisung ist diese Tour nicht zu empfehlen!
Autobahn München - Salzburg, Ausfahrt Achenmühle. Dann links Richtung Achenmühle und im Ort rechts Richtung Samerberg und Grainbach abbiegen. Der Straße in Kehren hinauf zu einer Gabelung folgen und schräg links Richtung Grainbach abbiegen. In Grainbach nach dem Dorfcafé rechts Richtung Duftbräu halten. Nach einer scharfen Rechtskurve links Richtung Spatenau und Duftbräu abbiegen. Am Duftbräu vorbeifahren und in Schweibern links zum Wanderparkplatz einbiegen (5 Euro pro Tag, Stand 2026).
Samstags, sonntags und an Feiertagen mit dem Samerberger Wanderbus (Linie 493, verkehrt von Mai bis Oktober) von Rosenheim zur Haltestelle Schweibern/Samerberg, Abzw. Schweibern (zur Fahrplanauskunft). Von dort zu Fuß in 7 Minuten zum Wanderparkplatz Schweibern (450 Meter).
47.73851500, 12.20434500
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Der Kitzstein ist der höhere und auch ruhigere Nachbar des Heubergs. Dass der Gipfel weniger Besuch erhält, liegt wohl am mühsamen und nicht ganz ungefährlichen Anstieg. Gerade während des Übergangs vom Heuberggipfel ist der Weg nicht immer offensichtlich. Dazu wartet exponiertes Gehgelände, das mit wurzeligen Stolperfallen gespickt ist. Wir stellen hier den Anstieg über Mailach zum Heuberg vor. Auch bewegt man sich an kurzen Passagen im ausgesetzten Gelände. Nach dem zu Beginn luftigen Übergang und dem ruppigen Aufstieg zum Kitzstein wird man am exponierten Gipfel von einem herrlichen Blick auf das Kaisergebirge erwartet. Auch nach Osten ist der Blick frei: Wir schauen hinüber zur Hochries und über die Euzenau zum Spitzstein. Als Abstieg vom Kitzstein wählen wir die Variante über die Daffnerwaldalmen, die nach unserer Exkursion zu einer verdienten Einkehr locken.
Vom Wanderparkplatz Schweibern (872 m) folgen wir dem Forstweg in südwestlicher Richtung in den Bergwald hinein. Kurz darauf streifen wir eine Almwiese mit einer kleinen Holzhütte und setzen im Anschluss unsere Wanderung durch den schattigen Wald fort. Alle vermeintlichen Abzweige ignorieren wir und bleiben in der Folgezeit auf dem breiten und gut ausgebauten Weg. Auch den Abzweig Richtung Duft und Waldparkplatz lassen wir links liegen. Auf einem asphaltierten Wegabschnitt passieren wir einen Felsblock und kommen später zu einer nächsten Lichtung. Im Wald stoßen wir auf eine Kreuzung, an der sich eine Rastbank und ein Schilderbaum befinden. Hier halten wir unsere Grundrichtung bei und gehen geradeaus weiter (Wegweiser „Kindlwand über Mailach, Heuberg“).
Über einen schottrigen Weg wandern wir weiter bergauf und erreichen kurz darauf Mailach. Mit Blick auf die Wasserwand überqueren wir die Almwiese mit den kleinen Gebäuden. Dann tauchen wir wieder in den Bergwald ein und verbuchen auf einer steilen und steinigen Rampe die nächsten Höhenmeter auf der Habenseite. Kurz nach einem riesigen, moosbewachsenen Felsblock lichtet sich der Wald etwas. Zu unserer Linken zeigt sich noch einmal die Wasserwand. Im Anschluss geht es im schattigen Wald über Wurzelwerk weiter aufwärts. Zu guter Letzt erreichen wir in kurzen Kehren einen bewaldeten Bergrücken. Hier treffen wir ein Stück oberhalb des Kindlwandsattels (1157 m) auf den Weg, der von Nußdorf heraufkommt.
Am Wegweiser wenden wir uns nach links und folgen dem bewaldeten Rücken aufwärts. Nach einem Flachstück und einer schrofigen Steilstufe kommen wir zu einer überdachten Rastbank. Von hier schauen wir über einen Wiesenhang hinüber zur Wasserwand. Es folgt ein Quergang im abschüssigen Gelände, der uns zu einer felsigen Steilstufe bringt. Diese überwinden wir an ihrem linken Rand und steigen in Kehren über den Wiesenhang zu einer Weggabelung hinauf. Nach rechts können wir den beiden exponierten Aussichtspunkten einen Besuch abstatten. Von den luftigen Felstürmen schweift unser Blick über den markanten Gipfel der Kindlwand auf den Simssee. Herrlich ist der Tiefblick auf die Ortschaft Nußdorf und das Inntal.
Direkt am Grat setzen wir unseren Anstieg fort und steuern nach einer schrofigen Steilstufe auf einen Grataufschwung zu. Nun gibt es zwei Möglichkeiten: Weniger ausgesetzt lässt sich die Erhebung auf ihrer linken Seite umgehen (schwache rote Markierungen). Wer rechtshaltend über den Aufschwung hinwegsteigt, findet sich im exponierten Gelände wieder. Weiter geht's im Anschluss auf dem grasigen Wiesenrücken (zum Inntal hin kurzzeitig abschüssiges Wiesengelände). Wir durchstreifen ein kleines Waldstück und erblicken nach dem Wald über uns das Gipfelkreuz. Zu guter Letzt wandern wir über den nun gutmütigen Rücken zum schönen Holzkreuz am Heuberg (1338 m) hinauf.
Wir überschreiten den Heuberg und halten vom Gipfelkreuz in südöstlicher Richtung über den Wiesenrücken auf den Bergwald zu. Dort stellt sich uns ein bewaldeter Buckel in den Weg. Wir weichen nach links aus und queren auf seiner linken Seite auf einem wurzeligen Steig an den Felsen vorbei. Nach dem Quergang folgt ein kurzer Abstieg, der uns in eine Senke hinunterbringt. Vor uns erhebt sich der nächste bewaldete Felsklotz, den wir ebenfalls auf seiner linken Seite umgehen. Die luftige Querung ist zum Ende hin mit Drahtseilen entschärft. Dann erreichen wir den Waldrand und wandern zu einer grasigen Hochfläche hinunter. An einer Baumreihe treffen wir auf einen gut sichtbaren Abzweig, der nach links wegführt. Im Gras versteckt sich ein Stein mit einer verblassten Markierung.
Den Abzweig merken wir uns für später und wollen erst einmal dem Kitzstein einen Besuch abstatten. Wir gehen geradeaus weiter, betreten den Bergwald und orientieren uns dort leicht nach links. Nach wenigen Metern wenden wir uns nach rechts und schwenken in einen deutlichen Pfad ein. Diesem folgen wir nun in kurzen Kehren bergauf. Hin und wieder blockiert ein umgestürzter Baum den Weg. In einem steilen Anstieg erreichen wir den Gipfelgrat und blicken von dort über das Kranzhorn zum Kaisergebirge. Nun bleiben wir ein Stück links vom Grat und erreichen über den steilen Pfad das Gipfelkreuz am Kitzstein (1399 m). Wunderschön ist von hier oben der Blick aufs Kaisergebirge und Richtung Osten auf die Hochries, das Feichteck und über die Euzenau zum Spitzstein.
Vom Kitzstein steigen wir wieder auf der Aufstiegsroute zur grasigen Hochfläche hinunter. Am Abzweig biegen wir rechts ab und folgen dem deutlichen Pfad in nordöstlicher Richtung durch schattigen Wald bergab.
Nach einem sanften Linksbogen stoßen wir später auf einen Weidezaun. Je nach Geschmack steigt man hier an der jeweils geeigneten Stelle über den Stacheldraht hinweg und schlüpft unten durch. Nach dem Hindernis halten wir unsere Grundrichtung bei und verlassen wenig später den Bergwald. Auf der Lichtung stoßen wir auf den Weg, der vom Heuberg herunterkommt. Nun wenden wir uns nach rechts und folgen dem Pfad in Kehren abwärts. Unter uns erkennen wir bereits die Daffnerwaldalmen. Nach einer Hochebene bringt uns schließlich der ausgewaschene Weg zu den Almen hinunter.
An der Deindlalm oder der Lagleralm biegen wir links in den Fahrweg ein und spazieren nordostwärts. In einem Linksbogen bringt uns der Fahrweg wieder in den Wald hinein. Nach einer Rechts- und einer Linkskehre treffen wir vor Mailach wieder auf die Kreuzung, die wir vom Aufstieg her kennen. Nun wenden wir uns scharf nach rechts und kehren auf der uns bekannten Route nach Schweibern zurück.
| Höhe | Gehzeit | Gesamt | Ziel | ||
|---|---|---|---|---|---|
| 872 m | - 976 m | + 0:30 | 0:30 | Abzweig Mailach | |
| 976 m | - 1157 m | + 0:35 | 1:05 | Kindlwandsattel | |
| 1157 m | - 1338 m | + 0:30 | 1:35 | Heuberg | |
| 1338 m | - 1399 m | + 0:25 | 2:00 | Kitzstein | |
| 1399 m | - 1059 m | + 0:40 | 2:40 | Daffnerwaldalmen | |
| 1059 m | - 872 m | + 0:40 | 3:20 | Parkplatz Schweibern | |