Wettersteingebirge

Osterfelderkopf (2033 m) über Höllentalklamm

Osterfelderkopf
Aufstieg 4:00 h Abstieg 2:15 h
2
1300 Höhenmeter
Tourbeschreibung Druckversion
Bilder (72) Gipfelbuch (2)
Karte GPS-Track

Hammersbach (770 m) - Höllentaleingangshütte (1047 m) - Höllentalklamm - Höllentalangerhütte (1381 m) - Rinderscharte (2080 m) - Osterfelderkopf (2030 m) - Hochalm (1700 m)

Charakter: Bergwanderung. Der Weg bis zur Höllentalklamm ist leicht, in der Klamm und beim Aufstieg zur Rinderscharte ist etwas Trittsicherheit und Schwindelfreiheit erforderlich.

Anfahrt: Am Ende der Autobahn München - Garmisch weiter über Oberau Richtung Garmisch fahren und nach dem Tunnel rechts Richtung Reutte abbiegen. Der Straße durch Garmisch folgen und nach der Ortschaft links in die Schmölzstraße, später Zugspitzstraße, abbiegen. Links in die Höllentalstraße Richtung Hammersbach abbiegen und der Straße bis zum gebührenpflichtigen Wanderparkplatz Hammersbach folgen.

Mit der Bahn: Garmisch-Partenkirchen befindet sich an der Bahnstrecke München-Innsbruck und wird stündlich vom Münchner Hauptbahnhof aus angefahren. Von dort weiter mit der Zugspitzbahn bis zum Haltepunkt Hammersbach. Fahrplanauskunft auf den Seiten der Deutschen Bahn und der Zugspitzbahn.

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Kompasskarte 5 - Wettersteingebirge, Zugspitzgebiet (1:50 000)

Die Rundtour von Hammersbach über die Höllentalklamm auf den Osterfelderkopf hält für die Wanderer unbestritten schöne Einblicke in die Rauheit des Wettersteingebirges bereit. Tief hat sich der Hammersbach in der Klamm in den Fels gefressen und bietet den Begehern spektakuläre Einblicke auf zahlreiche Gumpen und Wasserfälle. Von den regen Bergbautätigkeiten aus den Anfängen des letzten Jahrhunderts zeugen nur noch wenige Spuren eines ehemaligen Elektrizitätswerkes am oberen Ende der Klamm. Die Waxensteine und die Zugspitze mit dem Höllentalferner prägen das Bild während des Aufstiegs zur Rinderscharte. Hinter der Scharte erreichen wir die Osterfelder-Seilbahn-Station und die Aussichtsplattform AlpspiX. Hier teilen wir das Gelände mit vielen Seilbahngästen. Beim weiteren Abstieg über den Jägersteig nach Hammersbach geht es dagegen schon wieder ruhiger zu.

Aufstieg: Wir beginnen unsere Tour an der Kapelle Maria Himmelfahrt in Hammersbach. Diese liegt direkt an der T-Kreuzung der Höllentalstraße, von der die Autofahrer kommen, und des Breitackerwegs, auf dem die Bahnfahrer den Ausgangspunkt erreichen. Vorbei an der Hammersbacher Hütte folgen wir dem Hammersbach zur ausgeschilderten Höllentalklamm. Der breite Forstweg bereitet uns während des Aufstiegs zur Höllentaleingangshütte keinerlei Schwierigkeiten. Die neben uns dahin plätschernden Wassermassen des Hammersbach lassen unsere Vorfreude auf die Höllentalklamm stetig größer werden. Kurz vor der Klammeingangshütte wird es nochmal etwas steiler. Im Norden zeigt sich währenddessen schön die Kramerspitz. An der bewirtschafteten Hütte werden dann für den Klammbesuch 4 Euro fällig. Alpenvereinsmitglieder, die Ihren Ausweis nicht im Auto lassen, zahlen nur einen Euro.

Gleich hinter der Hütte beginnt die Klamm und sicherlich einer der spektakulärsten Abschnitte unserer heutigen Tour. Auch wenn es sich nicht vermeiden lässt hie und da etwas nass zu werden stellt der Weg keine größeren Ansprüche an seine Begeher. Trotzdem sollte man seine Schritte mit Bedacht wählen und auch nur bei geeignetem Wetter die Klamm betreten, um die Gefahren durch Steinschlag möglichst gering zu halten. Bei umschlagendem Wetter können die beleuchteten Tunnel Schutz bieten. Wir genießen heute die einzigartige Landschaft und staunen über die abwechslungsreiche Szenerie, die uns der Bach hinter jedem Felsen auf Neue präsentiert. Gegen Ende der Klamm entdecken wir hoch über uns die Brücke des Stangensteigs, von der man sicherlich auch einen guten Blick auf die Klamm hat. Auch die Überreste eines ehemaligen Elektrizitätswerkes fallen uns auf. Auf dem weiteren Weg zur Höllentalangerhütte können wir tief in das Höllental blicken. Im Südwesten schließt die Zugspitze mit dem Höllentalferner das Tal ab.

Ganz so weit gehen wir diesmal nicht. An der Höllentalangerhütte angelangt (2014/15 Baustelle), halten wir uns links und setzen nach Osten unseren Aufstieg zum Osterfelderkopf fort. Schnell gewinnen wir dabei an Höhe. Im Norden erheben sich die gewaltigen Wände des Großen Waxensteins. Auf unserer Seite des Höllentals wandern wir auf die markante Spitze des Höllentorköpfle zu. Noch vor den Knappenhäusern biegen wir rechts ab und steigen weiterhin steil auf dem Rindersteig zum Osterfelderkopf hinauf. Hinter uns präsentiert sich immer schöner der Ausblick auf die Zugspitze. In der Rinderscharte, klettern wir zwar nicht den kurzen Steig zum Höllentorköpfle hoch, gönnen uns dafür aber die Aussicht von einem kleinen Vorgipfel, der ein paar Meter oberhalb der Scharte liegt. Von unserem einsamen Aussichtspunkt präsentiert sich eine traumhafte Aussicht in alle Richtungen. Wir genießen den Moment, bevor wir in die turbulentere Welt des AlpspiX und Osterfelderkopfs absteigen.


Beschriftetes Panoramafoto, Aussicht oberhalb des Osterfelderkopfs

Abstieg: Neben dem Gipfelkreuz des Osterfelderkopfes statten wir natürlich auch dem AlpspiX einen Besuch ab. Die zwei Stahlplattformen in Form eines X's ragen weit über die steilen Felswände hinaus. Zweifelslos ist der Ausblick beeindruckend. Im nahen Restaurant Alpspitz gönnen wir uns ein Weißbier, bevor wir unseren Weg über die Hochalm auf dem 'Genuss-Erlebnisweg' Richtung Kreuzeck fortsetzen. Auf dem breiten Weg motivieren kindgerechte Stationen vor allem die jüngsten Bergsteiger. Bevor wir die Gipfelstation der Kreuzeckbahn erreichen zweigen wir links auf den Jägersteig ab.

Vorbei an der Gipfelstation eines Schleppliftes führt uns der Weg über zahlreiche Serpentinen bergab. Immer den Wegweisern folgend erreichen wir eine Forststraße, in die wir rechts einbiegen und ein paar Meter nach Nordosten wandern. Anschließend halten wir uns links und marschieren auf einem Pfad an einer kleinen Hütte vorbei hinter der wir wieder in den Wald eintauchen. An einem breiteren Weg halten wir uns links und erreichen letztendlich wieder unseren Aufstiegsweg. Am Bahnhof Hammersbach hammas dann und eine anstrengende aber abwechslungsreiche Tour am Fuß der Alpspitze geht zu Ende.


Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeiten:
  • Höllentalangerhütte (1381 m), DAV München, Tel. +49 (0)8821/8811, geöffnet von Ende Mai bis Oktober

Einkehrmöglichkeiten:
  • Höllentaleingangshütte (1047 m), DAV Garmisch-Partenkirchen, Tel. +49 (0)8821/8895, geöffnet von Mitte Mai bis Mitte Oktober
  • Restaurant Alpspitz (2033 m), privat, Tel. +49 (0)08821/58858, täglich geöffnet bei Bergbahnbetrieb
  • Hochalm (1703 m), private, +49 (0)8821/2907, täglich geöffnet bei Bergbahnbetrieb

  Höhe Gehzeit Gesamt Ziel
Aufstieg 770 m - 1047 m + 1:00 1:00 Höllentalklamm, Klammeingangshütte
Aufstieg 1049 m - 1381 m + 1:00 2:00 Höllentalangerhütte
Aufstieg 1381 m - 2080 m + 2:00 4:00 Rinderscharte
Abstieg 2080 m - 2030 m + 0:05 4:05 Osterfelderkopf, AlpspiX
Abstieg 2030 m - 1700 m + 0:40 4:45 Hochalm
Abstieg 1700 m - 770 m + 1:45 6:15 Hammersbach

Autor: Tom Lindner
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