Estergebirge

Krottenkopf (2086 m) über die Esterbergalm

Krottenkopf
Aufstieg 4:15 h Abstieg 3:30 h
2
1420 Höhenmeter
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Karte GPS-Track

Parkplatz Wankbahn (730 m) - Esterbergalm (1264 m) - Weilheimer Hütte (1955 m) - Krottenkopf (2086 m)

Charakter: Insgesamt mittelschwierige Bergwanderung, die eine sehr gute Kondition erfordert. Bis auf eine Höhe von 1630 Metern wandert man über breite Forst- und Karrenwege. Erst die letzten gut 300 Höhenmeter zur Weilheimer Hütte werden auf einem steinigen Pfad zurückgelegt. Der Weiterweg zum Gipfel erfolgt über einen schottrigen Weg, der im oberen Teil Trittsicherheit erfordert. Insgesamt hält die Route für den trittsicheren Geher keine besonderen Schwierigkeiten bereit. Als Tagestour ist die Besteigung allerdings sehr anstrengend und wird deutlich gemütlicher mit einer Nächtigung auf der Weilheimer Hütte. Auf einfacher Strecke legt man von der Talstation der Wankbahn bis zum Gipfelkreuz des Krottenkopfs 11,6 km zurück.

Anfahrt: Autobahn München - Garmisch. Nach dem Autobahnende weiter geradeaus über die B 2 durch Oberau und den Farchanter Tunnel nach Partenkirchen fahren. Am Ortseingang beim Kreisverkehr weiter geradeaus fahren. Nach 1 km links Richtung Wankbahn (beschildert) und bei der nächsten Gelegenheit gleich wieder links in die Wankbahnstraße einbiegen. Nach weiteren 500 Metern rechter Hand am großen Parkplatz der Wankbahn das Auto abstellen.

Mit Bus & Bahn: Mit der Bahnlinie München - Garmisch nach Farchant. Von dort mit der Buslinie 3 oder 4 zur Haltestelle Wankbahn (Fahrplan und Buchung). Mit dem Bayern-Ticket fahren bis zu 5 Personen für 25 Euro + 6 Euro je Mitfahrer zur Haltestelle Wankbahn.

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Kompasskarte 5 - Wettersteingebirge, Zugspitzgebiet (1:50 000)

Der Anstieg vom Parkplatz der Wankbahn über die Esterbergalm ist die vielleicht leichteste Route, die man für eine Besteigung des Krottenkopfs einschlagen kann. Doch leicht ist auch bei dieser Variante relativ, da sich die Strecke mit über 11 Kilometern ziemlich in die Länge zieht. Als Tagestour ist diese ausgedehnte Wanderung sehr anstrengend und verlangt eine gute Kondition. Wer es gerne gemütlicher hat, der nächtigt auf der schön gelegenen Weilheimer Hütte und verteilt die Exkursion auf zwei Tage. Obwohl die beschriebene Variante zum Großteil über breite Forstwege führt, ist der Anstieg alles andere als eintönig. Die schönen Ausblicke über das Loisachtal zum Wettersteingebirge, das herrliche Almgelände der Esterbergalm und Farchanter Alm sowie der wilde Kessel am Fuße des Bischofs sorgen für eine abwechslungsreiche Tour zum höchsten Punkt des Estergebirges.

Aufstieg: Nordöstlich der Talstation zweigt vom großen Parkplatz der Wankbahn ein Stück links von der großen Infotafel ein beschilderter Waldpfad ab (Wegweiser "zum Wank" und "Kletterwald GAP"). Wir schlagen den kleinen Weg ein, passieren ein Drehkreuz und wandern über Stufen durch lichten Wald zügig empor. Nach gut fünf Minuten treffen wir auf die Straße, die zum Klettergarten hinauf führt. Wir überqueren die Teerstraße und folgen den Liftmasten der Wankbahn bergauf. Knapp fünf Minuten später erreichen wir einen Querweg, in den wir linkshaltend einbiegen (Wegweiser "Eckenhütte, Gamshütte, Esterbergalm"). Kurz darauf gelangen wir zu einer Verzweigung und gehen dort geradeaus weiter (Wegweiser"Esterbergalm").

Im Anschluss wandern wir in moderater Steigung über den teilweise geteerten Weg bergauf und erreichen gut 15 Minuten später die Daxkapelle. Von der im Jahre 1852 erbauten Kapelle hat man einen schönen Ausblick über Garmisch zu den Waxensteinen und zur Zugspitze. Den Abzweig gleich nach der Kapelle lassen wir rechts liegen und gehen weiter geradeaus Richtung Esterbergalm. Für die nächste Viertelstunde ist die Steigung des Weges noch moderat, doch später nimmt diese deutlich zu und der geteerte Fahrweg leitet uns in der Folgezeit steil bergauf. In einer Rechtskurve ignorieren wir eine Verzweigung nach links und bleiben weiterhin auf der Teerstraße. Sobald sich das Gelände wieder zurücklehnt, passieren wir einen weiteren Abzweig, dem wir ebenfalls keine Beachtung schenken.

Wir wandern über den nun mehr sanft ansteigenden Weg weiter geradeaus. Nach einem Weiderost lassen wir den Abzweig zum Wank rechts liegen und folgen dem breiten Forstweg leicht linkshaltend Richtung Esterbergalm. Wenige Minuten später passieren wir eine kleine hölzerne Kapelle und durchschreiten kurz darauf ein Gatter. Vor uns erkennen wir bereits die Esterbergalm, die wir wenige Minuten später erreichen. Nach einer Stärkung folgen wir dem Weg an der Alm vorbei (Richtung Nordosten) und wandern flach dahin über schönes Almgelände. Der Karrenweg bringt uns nach gut fünf Minuten zu einem Weidegatter, welches wir passieren. Nach weiteren zehn Minuten spazieren wir am Gebäude der Farchanter Alm vorbei.

Wir wandern im sanften Auf und Ab weiter geradeaus und kommen gut zehn Minuten nach dem Passieren der Farchanter Alm zu einer Verzweigung. Hier biegen wir links ab (Wegweiser "Krottenkopf, Weilheimer Hütte") und folgen einem Karrenweg in nordwestlicher Richtung bergauf. Der breite Weg vollzieht kurz darauf einen Rechtsbogen und leitet uns in der Folgezeit in gleichmäßiger Steigung durch dichten und lichten Wald bergauf. Nach einer weiteren guten halben Stunde lassen wir den Bergwald hinter uns und steuern auf die Flanke des Bischofs zu. Schließlich vollzieht unser Karrenweg einen Rechtsbogen und leitet uns in einen schönen und wilden Kessel hinein. Nun endet der breite Weg und wir setzen unseren Anstieg über einen schmalen Pfad fort.

Der Pfad leitet uns über eine mit Felsbrocken übersäte Wiese (schwache rote Markierungen) und führt uns im Anschluss zu einem Latschenfeld. In vielen Serpentinen schlängelt sich der nun steinige Weg zwischen den Latschen hindurch und bringt uns schließlich zügig zur Einsattelung zwischen Oberem Rißkopf und Krottenkopf empor. Nach einer Gehzeit von etwa vier Stunden haben wir die herrlich und aussichtsreich am Sattel gelegene Weilheimer Hütte erreicht. Für den Gipfelsturm wenden wir uns am Sattel nach rechts (Südosten) und folgen dem grasigen Rücken auf die Gipfelflanke des Krottenkopfs zu. Zu guter Letzt leitet uns ein steiniger Pfad innerhalb von 20 Minuten in vielen Serpentinen und zum Ende hin über ein paar Schrofen zur sanften und grasigen Gipfelkuppe hinauf.

Beschriftetes Panorama mit Ausblick vom Krottenkopf

Abstieg: Wie Aufstieg. Gerade bei einer Zweitagestour lohnt es sich noch den Hohen Fricken (1940 m) mitzunehmen (ca. 1 ½ Stunden ab der Weilheimer Hütte und zusätzliche 260 Höhenmeter) und von dort Richtung Esterbergalm abzusteigen. Etwas westlich der Esterbergalm trifft man schließlich wieder auf den Aufstiegsweg.

Alternativer Anstieg zum Krottenkopf:
Von Oberau über den Oberauer Steig (zur Tourbeschreibung).

Einkehrmögklichkeit:
Esterbergalm (1264 m), privat, Tel. +49 (0)8821/3277. Ganzjährig von 10:00 bis 17:00 Uhr geöffnet, Mittwoch ist Ruhetag. Im November ist die Alm geschlossen.

Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeit:

Weilheimer Hütte (1955 m), DAV Sektion Weilheim, Tel. +49 (0)170/2708052. Geöffnet von Mitte/Ende Mai bis Mitte Oktober (Pfingsten bis Kirchweihsonntag).


Höhe Gehzeit Gesamt Ziel
730 m - 1264 m + 1:45 1:45 Esterbergalm
1264 m - 1955 m + 2:10 3:55 Weilheimer Hütte
1955 m - 2086 m + 0:20 4:15 Krottenkopf
2086 m - 1955 m + 0:15 4:30 Weilheimer Hütte
1955 m - 1264 m + 1:45 6:15 Esterbergalm
1264 m - 730 m + 1:30 7:45 Parkplatz Wankbahn

Autor: Didi Hackl
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