Estergebirge

Krottenkopf (2086 m) von Oberau

Krottenkopf
Aufstieg 4:00 h Abstieg 3:15 h
3
1430 Höhenmeter
Tourbeschreibung Druckversion
Bilder (35) Gipfelbuch (10)
Karte

Oberau (659 m) - Weilheimer Hütte (1955 m) - Krottenkopf (2086 m)

Charakter: Technisch mittelschwierige, aufgrund der Länge und des Höhenunterschieds insgesamt eher anspruchsvolle Bergwanderung. Gute Kondition und Trittsicherheit erforderlich. Höchster Berg der Bayerischen Voralpen.

Anfahrt: Autobahn München - Garmisch bis nach Oberau, in Oberau beim Alpen-Outlet links über die Gleise und nach der Schranke gleich wieder rechts abbiegen, am Bahnhof vorbei und über die Loisachbrücke fahren. Nach der Brücke links zum Wanderparkplatz abbiegen.

Mit der Bahn: Von München Hauptbahnhof mit der Bahn Richtung Garmisch nach Oberau (Fahrplan und Buchung). Vom Bahnhof in Oberau zu Fuß in 5 Minuten über die Flößerstraße und die Loisachbrücke zum Ausgangspunkt. Mit dem Bayern-Ticket fahren bis zu 5 Personen für 23 Euro + 5 Euro je Mitfahrer nach Oberau.

Karte: Kompasskarte 5 - Wettersteingebirge, Zugspitzgebiet (1:50 000)

Schnell erreicht man den Krottenkopf, den höchsten Gipfel der Bayerischen Voralpen, aus keiner Richtung. Egal ob vom Loisachtal, vom Walchensee, von Wallgau oder von Garmisch: Die Anstiege sind lang und mit entsprechenden Höhenmetern verbunden. Meist ist es daher angenehmer die Besteigung auf zwei Tage zu verteilen, und auf der unterhalb des Gipfels gelegenen Weilheimer Hütte (auch Krottenkopfhütte genannt) zu nächtigen. So bleibt am Folgetag auch noch genug Zeit weitere Gipfelziele im Estergebirge, wie den Hohen Fricken oder den Bischof, in Angriff zu nehmen.

Aufstieg: Am Wanderparkplatz in Oberau wenden wir uns in die Richtung aus der wir gekommen sind (Richtung Süden), und wandern zurück zu der Brücke, über die wir die Loisach überquerten. Hier führt entlang des Flusses in südlicher Richtung der Weg, der uns zum Oberauer Steig bringen wird (Ausschilderung: Weilheimer Hütte). Nun bewegen wir uns einige Zeit lang in der Ebene und vorbei an Almwiesen, bevor nach ca. 20 Minuten nach links unser Steig abzweigt. Nach wenigen Minuten erreichen wir den Bergwald, und von nun an geht es steil und zügig den bewaldeten Hang empor. Nach ca. 1 1/4 Stunden stehen wir an der kleinen Schafalm. Kurz oberhalb der Alm können wir bereits einen ersten Blick auf das Kloster Ettal werfen.

In der Folgezeit gönnt uns der steile Steig kaum eine Verschnaufpause. Nach knapp zwei Stunden lichtet sich der Wald mehr und mehr, und wir erkennen linker Hand den Gipfel des Hennenecks. Nun gelangen wir in das Frickenkar, einen Kessel unterhalb des Hohen Fricken. Das Kar verlassen wir in nordöstlicher Richtung. Im Anschluss geht es über Wiesenflächen, bis wir nach gut 2 1/2 Stunden an eine Abzweigung (1678 m) gelangen. Wer hier nach rechts abbiegt, erreicht in wenigen Minuten die Einsattelung zwischen Bischof und Hohem Fricken. Wir biegen hier allerdings links ab, und machen uns auf den Weg zur Weilheimer Hütte. Die nächste gute halbe Stunde queren wir so in einem Auf und Ab die Flanke des Bischofs.

Nach dieser Querung finden wir uns an der Einsattelung zwischen dem Henneneck und dem Bischof wieder. Den Sattel selbst ziert ein großes Holzkreuz. Hier können wir erstmals einen Blick auf die Weilheimer Hütte und den Krottenkopf werfen. Der Weiterweg ist von hier ebenfalls gut einsehbar. Wir queren nun die Hänge des Hennenecks und des Karecks, und erreichen in einer weiteren halben Stunde die Weilheimer Hütte, welche sich direkt auf dem Sattel zwischen Kareck und Krottenkopf befindet. An der Hütte überblicken wir nun die Bayerischen Voralpen. Besonders markant präsentiert sich von hier die Benediktenwand.

Beschriftetes Panorama mit Ausblick vom Krottenkopf 21103 x 720 px (3,2 MB)

In Serpentinen zieht sich der Weg nun über die steile Gipfelflanke. In weiteren 20 Minuten erreichen wir in einem unschwierigen Anstieg den Gipfel, und können nun das grandiose Panorama über die Bayerischen Voralpen, das Karwendel, das Wettersteingebirge, die Ammergauer Alpen bis zu den entfernten Gipfeln der Lechtaler und Allgäuer Alpen genießen.

Abstieg:
wie Aufstieg. Bei einer Zweitagestour bietet es sich als Alternative an über den Hohen Fricken (ca. 260 Höhenmeter Gegenanstieg) und die Kuhfluchtwasserfälle Richtung Farchant abzusteigen. Vor Farchant biegt man dann rechter Hand Richtung Oberau ab, und kehrt so zum Ausgangspunkt zurück (ca. 1 1/2 Stunden längerer Abstieg).

Alternativer Anstieg zum Krottenkopf: Von Partenkirchen über die Esterbergalm (zur Tourbeschreibung).

Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeit:
Weilheimer Hütte (1955 m), DAV Sektion Weilheim, Tel.: +49 (0)170-2708052, geöffnet von Mitte Mai bis Mitte Oktober (Pfingsten bis Kirchweihsonntag).


  Höhe Gehzeit Gesamt Ziel
659 m - 1678 m + 2:35 2:35 Abzweigung zum Hohen Fricken
1678 m - 1955 m + 1:05 3:40 Weilheimer Hütte
1955 m - 2086 m + 0:20 4:00 Krottenkopf
2086 m - 1955 m + 0:15 4:15 Weilheimer Hütte
1955 m - 659 m + 3:00 7:15 Oberau

Autor: Didi Hackl
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