Deutschland Estergebirge

Hohe Kisten (1922 m) über das Kistenkar und Abstieg über den Martinisteig

Charakter 4
Tourdaten:
Aufstieg Aufstieg:  3:15 Stunden
Abstieg Abstieg:  4:00 Stunden
Höhenmeter 1470 Höhenmeter
Strecke 14,8 Kilometer

Parkplatz Eschenlohe (670 m) - Hohe Kisten (1922 m) - Weilheimer Hütte (auch Krottenkopfhütte) (1955 m) - Teufelskapelle (1069 m)

Charakter: Sowohl der Aufstieg über das Kistenkar als auch der Abstieg über den Martinisteig erfordern hohe Trittsicherheit und Schwindelfreiheit. Beide Wege werden nicht mehr gepflegt. Gerade die bereits abgerutschten Passagen sind anspruchsvoll und erfordern bei der Begehung besondere Vorsicht. Aufgrund der fehlenden Markierung ist insbesondere im Kistenkar ein guter Orientierungssinn gefragt.

Anfahrt: Autobahn München - Garmisch bis nach Eschenlohe. Nach der Ausfahrt links abbiegen und über die Michael-Fischer-Straße in den Ort fahren. Am Dorfplatz rechts abbiegen und auf der Garmischer Straße die Loisach überqueren. Der Krottenkopfstraße für 750 m folgen und anschließend weiter geradeaus auf der Schellenbergstraße bis zum Parkplatz fahren.

Mit der Bahn: Von München Hauptbahnhof mit der Bahn Richtung Garmisch nach Eschenlohe (Fahrplan und Buchung). Vom Bahnhof in Eschenlohe erreicht man in knapp 30 Minuten den Parkplatz. Mit dem Bayern-Ticket fahren bis zu 5 Personen für 26 Euro + 8 Euro je Mitfahrer nach Eschenlohe. Der Ausgangspunkt liegt im Geltungsbereich des Regio-Tickets Werdenfels.

Geo-Koordinaten des Ausgangspunkts:
47.589769, 11.193137 (in Google Maps öffnen)

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Meist wird die Hohe Kisten durch das Pustertal über den Hahnbichlsteig bestiegen. Eine Alternative, die aufgrund der Schwierigkeiten weit weniger begangen wird, ist der Aufstieg über das Kistenkar. Sowohl den Aufstieg über das Kistenkar, als auch den Abstieg über den Martinisteig sollte man wegen der schwierigen, nicht mehr gepflegten Pfade nicht unterschätzen. Wer aber Spaß an schrofigem, ausgesetztem Gelände und steilen Schutthängen hat, kommt hier voll auf seine Kosten. Egal, welchen Aufstieg man zur Hohen Kisten wählt, am Gipfel wird man mit einer weitreichenden Aussicht belohnt. Wen der Hunger plagt, ist mit der nahen Weilheimer Hütte (auch Krottenkopfhütte genannt) gut bedient und sollte, auch wenn diese nicht ganz auf der Route liegt, den kleinen Abstecher zu der Unterkunft mitnehmen.

An Schotterrinnen wird es manchmal etwas enger.Aufstieg: Vom Parkplatz folgt man den Wegweisern Richtung Archtalschluchtweg. Nach ein paar Minuten quert man die Urlaine. Der Weg wird nicht mehr gepflegt und verfällt zusehends. Zurzeit (Oktober 2019) ist er aber noch begehbar, auch wenn es anfangs nicht danach aussieht. An einer Kreuzung im Wald warnt ein Schild vor der fehlenden Beschilderung auf dem weiteren Wegverlauf.

Eines der vielen Steinmanndl.Knapp zwei Stunden zieht sich der Weg nun durch den Wald, bevor wir die Ausläufer des Kistenkars erreichen. Im Schotter hebt sich der Weg nicht mehr sonderlich von der Umgebung ab. Hier helfen zwar keine Schilder, aber jede Menge Steinmännchen geben uns die Richtung vor. Außerdem finden wir an den größeren Steinen gelbe Punkte, die uns ebenfalls die Orientierung erleichtern.

... und Konzentration.Kurz vor dem Ausstieg muss man etwas kraxeln. Den Grat erreicht man südlich des Gipfels nach weiteren eineinviertel Stunden. Von hier sind es nur noch ein paar Minuten bis zum Gipfel. Dort angekommen genießen wir bei einer Pause die Aussicht. Im Norden können wir den Heimgarten, den Jochberg und die Benediktenwand sehen. Im Osten glitzert ein Teil des Walchensees. Auch unser nächstes Ziel, die Weilheimer Hütte, können wir im Westen bereits rechts vom Krottenkopf erkennen.


Ausblick von der Hohen Kisten

Die Weilheimer Hütte (Krottenkopfhütte) bietet sich für eine Pause an.Abstieg: Vom Gipfel folgt man dem Weg unterhalb des Grats nach Süden, bis man nach einer knappen Stunde die Weilheimer Hütte erreicht. Nach einer Brotzeit geht man zunächst den gleichen Weg wieder ein Stück zurück und zweigt anschließend links in den sanften Einschnitt zwischen Oberen Rißkopf und Schindlerskopf ab. Hier beginnt, markiert mit einem Wegweiser nach Oberau der Martinisteig. Zunächst erfolgt der Abstieg steil durch Latschen. Die Querungen durch die Rinnen des Wassersteins erfordern Trittsicherheit und Konzentration. Durch den Wald erreichen wir schließlich die private Martinihütte.

 An der Teufelskapelle kann man einen Abstecher machen und rasten.Hinter der Hütte hält man sich links nach Norden. Steil führt der Weg nun an der Teufelskapelle vorbei. Dort lohnt ein Abstecher nach rechts, um unter dem Kirchenschiff eine kleine Pause einzulegen. Gut 400 Meter führt uns anschließend der Pfad bis zum Talboden. Dort halten wir uns rechts und marschieren vorbei an den Sieben Quellen nach Nordosten. Nachdem der Weg nach Norden schwenkt, halten sich die Autofahrer rechts und spazieren durch den Wald zurück zum Parkplatz. Wer mit der Bahn gekommen ist, geht besser geradeaus direkt auf Eschenlohe zu und weiter bis zum Bahnhof.

Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeit:
Weilheimer Hütte (1955 m), DAV Sektion Weilheim, Tel.: +49 (0)170-2708052, geöffnet von Mitte Mai bis Mitte Oktober (Pfingsten bis Kirchweihsonntag).

  Höhe Gehzeit Gesamt Ziel
670 m - 1922 m + 3:15 3:15 Hohe Kisten
1922 m - 1955 m + 1:00 4:15 Weilheimer Hütte
1955 m - 1069 m + 2:30 6:45 Teufelskapelle
1069 m - 670 m + 1:30 8:15 Parkplatz Eschenlohe

Autor: Bernd Krietenstein
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