Österreich Venedigergruppe

Speikboden (2653 m) von St. Veit in Defereggen

Charakter 3

Tourdaten:

Aufstieg Aufstieg:  3:30 Stunden
Abstieg Abfahrt:  3:00 Stunden
Höhenmeter 1200 Höhenmeter
Strecke 12,8 Kilometer

Wandern, Rodeln, Schneeschuhwandern oder als Skitour - der Speikboden ist immer einen Besuch wert!

  • Die Aussicht vom Gipfel auf den Großglockner, den Großvenediger, den Panargenkamm und die Rieserfernergruppe ist einzigartig
  • Eingelagert zwischen Gritzer Riegel im Westen und dem Donnerstein im Osten ist der Speikboden ein einzigartig schönes Skitouren Ziel
  • Von der Speikbodenhütte führt eine herrliche Rodelbahn zurück nach Sankt Veit in Defereggen
Tourenbericht von Tom Lindner
Datum der Tour:  06.01.2023

Wegverlauf:

Parkplatz Feuerwehr Sankt Veit (1510 m) - Speikbodenhütte (2050 m) - Speikboden (2653 m) - Speikbodenhütte (2050 m) - Parkplatz Feuerwehr Sankt Veit (1510 m)

Charakter:

Insgesamt mittelschwierige Schneeschuh- oder Skitour bei der etwa 1200 Höhenmeter überwunden werden müssen. Wer im Winter mit Schneeschuhen unterwegs ist, kann ab der Speikbodenhütte mit dem Schlitten abfahren. Insbesondere der sehr steile Auf- und Abstieg zum Gipfelgrat ist mit Schneeschuhen recht mühselig und abhängig von der Lawinengefahr kritisch zu beurteilen. Der hier beschriebene Abstieg erfolgte mit Schneeschuhen in zum Teil ausgeaperten Hängen. Lawinentechnisch sicherer ist es, im Abstieg der Aufstiegsspur zu folgen.

Lawinengefahr:

Bis zur Speikbodenhütte gering. Ab der Hütte sind neben kleineren Stufen vor allem die sehr steile, südlich ausgerichtete Rinne zum Gipfelgrat kritisch zu betrachten. Ggf. nicht über die Rinne, sondern direkt über die Südflanke aufsteigen. Die Abfahrt bietet eine Vielzahl an Varianten. Der hier beschrieben Abstieg zur Hütte erfolgte mit Schneeschuhen und ist vor allem im unteren Teil eher nicht als Skitourenabfahrt geeignet. Unbedingt die Hinweise des Lawinenwarndienst beachten!

Anfahrt:

Von Kufstein kommend über Ellmau und Kitzbühel nach Mittersill fahren. Weiter auf der Felbertauern-Straße über Matrei in Osttirol nach Huben fahren. Dort rechts in das Defereggental einbiegen und dem Straßenverlauf etwa 12 Kilometer folgen. Rechts abbiegen und weiter bis Sankt Veit im Sankt Veit in Defereggen fahren. An der Feuerwehr befindet sich ein großer Parkplatz.

Geo-Koordinaten des Ausgangspunkts:

46.924431, 12.422855 (in Google Maps öffnen)

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Tourenbeschreibung:

Der Speikboden im Defereggental liegt hoch über Sankt Veit und ist im Winter vor allem bei Skitourengehern sehr beliebt. Etwa eineinhalb Stunden wandert man wahlweise über die Rodelbahn oder auf einem schmalen Steig zur Speikbodenhütte. Von dort geht es über südseitig ausgerichtete Hänge weiter zum Gipfel des Speikboden. Leider hat der Winter 2023 im Januar nicht viel Schnee gebracht. Da wir dem einzigartigen Aussichtsgipfel trotzdem einen Besuch abstatten wollten, haben wir die Tour mit Schneeschuhen gemacht und konnten so bei erstklassigem Wetter wunderschön nach Norden auf die Venedigergruppe mit dem Großvenediger blicken. Nach getaner Arbeit kann man sich in der Speikbodenhütte Schlitten ausleihen und kommt auf einer gut präparierten Rodelbahn trotz Schneeschuhen doch noch zu einer rasanten Abfahrt.

Der Aufstieg von Sankt Veit zur Speikbodenhütte:

Ein wunderschönes Wegkreuz steht an der zweiten SerpentineAusgehend vom Parkplatz an der Feuerwehr in Sankt Veit folgen wir der gemächlich ansteigenden Teerstraße nach Westen. Wir lassen die Dorfkirche hinter uns und halten uns am nächsten Abzweig leicht rechts. Vorbei an einem wunderschönen Wegkreuz führt uns nun die Straße über zwei Serpentinen den Berg hinauf. Etwa 100 m nach der Kurve biegen wir nach links auf den mit Speikbodenhütte markierten Pfad ein. Wer lieber über die Rodelbahn aufsteigen möchte bleibt für ca. 500 m weiter auf der Straße und erreicht nach wenigen Minuten das untere Ende der Rodelbahn, an dem sich auch ein kleiner Parkplatz befindet.

... dann haben wir die Jausenstation Speikbodenhütte erreicht.Anfangs noch sonnig, später im Halbschatten des zum Teil ausgeholzten Waldes führt uns der Steig Richtung Speikbodenhütte. Immer wieder treffen wir während des Aufstiegs auf die Rodelbahn und können neu entscheiden, ob wir bequem auf der schneebedeckten Fahrstraße oder weiter auf dem steilen Pfad aufsteigen. Wir haben uns durchwegs für letzteres entschieden und erreichen ausgehend von Sankt Veit nach ca. eineinhalb Stunden die Jausenstation. Wir gönnen uns eine kleine Erfrischung, bevor wir weiter dem Fahrweg nach Osten folgen.

Weiter über die sonnigen Hänge zum Grat zwischen Speikboden und Gritzer Riegel

Der Blick über das Virgental hinweg zum GroßvenedigerDie Straße führt nun über mehrere Serpentinen Richtung Frözalm. Nachdem wir den Wald hinter uns gelassen haben, wird die Sicht auf das Defereggental immer besser. Noch bevor wir die Frözalm erreichen biegen wir nach links, markiert durch einen gelben Wegweiser, auf einen kleinen Pfad ab. Entlang einer Hangkante gewinnen wir schnell an Höhe und steuern im steiler werdenden Gelände auf ein kleines Kreuz zu. Anschließend führt uns der Weg durch eine Mulde direkt auf die Aufstiegsrinne zwischen Speikboden und Gritzer Riegel zu.

Der Großvenediger im Norden Etwa 100 Höhenmeter geht es nun durch die nach Süden ausgerichtete Rinne sehr steil bis zu dem Grat hinauf. In diesem lawinentechnisch kritischen Teil plagen sich insbesondere die Schneeschuhgeher sowohl im Auf-, als auch im späteren Abstieg. Hat man aber erstmal den Grat erreicht, eröffnet sich nach Norden eine überwältigend schöne Aussicht. Neben dem markanten Lasörling fallen einem vor allem die weißen Südhänge des Großvenedigers auf. Wir halten uns rechts und steigen direkt am Grat weiter zum Gipfel des Speikbodens auf. An einer Bank nahe dem Gipfelkreuz lassen wir die fantastische Rundumsicht auf uns wirken.


Ausblick vom Speikboden im Defereggental, Osttirol

Der Abstieg über den Sommerweg zur Speikbodenhütte:

Die Spur zieht sich über eine StufeDer Abstieg bzw. die Abfahrt mit Ski erfolgt bei ausreichendender Schneelage weitgehend entlang der Aufstiegsspur. Wir haben im Winter 22/23 weniger Glück mit dem Schnee und müssen mit Schneeschuhen absteigen. Zunächst wandern wir zu der Rinne zurück und quälen uns im steilen Gelände, bis wir endlich wieder die Mulde erreicht haben. Anders als beim Aufstieg entscheiden wir uns nun für den Sommerweg zur Speikbodenhütte. Dieser führt aus der Mulde in südwestliche Richtung. Über zwei Kanten wandern wir im offenen Gelände auf eine Hangkante zu, der wir für etwa 100 m folgen.

Im Schatten steigen wir zur Speikbodenhütte abAn einem Wegweiser biegen wir links ab und steigen auf einem Pfad im steilen Gelände weiter ab. Auf etwa 2200 hm erreichen wir eine Fahrstraße, auf der wir kurz nach Osten queren, bevor wir wieder Richtung Süden die letzten Höhenmeter bis zur Speikbodenhütte verlieren. In der Hütte werden die verlorengegangenen Kalorien schnell wieder aufgefüllt und anschließend die Schneeschuhe am Rucksack verstaut. Der restliche Abstieg ist ein weiteres Highlight der Tour: Rasant geht es mit den auf der Speikbodenhütte geliehenen Schlitten zurück nach Sankt Veit. Auch wenn wir an diesem Tag unsere Ski am Speikboden schmerzlich vermisst haben, allein die Rodelfahrt war neben der Aussicht den Ausflug in jedem Fall wert.

Die angegebenen Gehzeiten beziehen sich auf einen Abstieg zu Fuß auf der Rodelbahn.

Einkehr- & Übernachtungsmöglichkeit:

Speikbodenhütte (2050 m), Tel. +49 (0)176 40064484. Öffnungszeiten 10-17 Uhr mit Rodelverleih Dienstag Ruhetag.

  Höhe Gehzeit Gesamt Ziel
1510 m - 2050 m + 1:30 1:30 Speikbodenhütte
2050 m - 2653 m + 2:00 3:30 Speikboden
2653 m - 2050 m + 1:15 4:45 Speikbodenhütte
2050 m - 1510 m + 1:45 6:30 Parkplatz Feuerwehr Sankt Veit


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