Karwendel

Kompar (2011 m)

Kompar
Aufstieg 2:45 h Abstieg 2:45 h
2
1000 Höhenmeter
Tourbeschreibung Druckversion
Bilder (76) Gipfelbuch (8)
Karte GPS-Track

Hagelhütten (1077 m) - Hasentalalm-Niederleger (1263 m) - Hasentalalm-Mitterleger (1563 m) - Hasentalalm-Hochleger (1723 m) - Kompar (2011 m) - Plumsjochhütte (1630 m) - Hagelhütten (1077 m)

Charakter: Insgesamt mittelschwierige Bergwanderung. Bis zum Hasentalalm-Niederleger erfolgt der Anstieg über einen breiten Wirtschaftsweg, danach bis zum Gipfelaufbau des Kompars über kleine teils steinige Pfade. Der finale Gipfelanstieg ist sehr steil, hier ist Trittsicherheit angenehm. Am steil nach Norden hin abbrechenden Gipfel ist Schwindelfreiheit notwendig. Am Übergang vom Kompar zur Plumsjochhütte wartet eine kleine Kletterstelle im gut gestuften Fels. Der Abstieg von der Plumsjochhütte zu den Hagelhütten ist unschwierig und leitet über kleine Pfade und einen breiten Fahrweg.

Anfahrt: Autobahn München - Salzburg, Ausfahrt Holzkirchen. Nach dem Verlassen der Autobahn bei der Ampel geradeaus weiter fahren und dann die zweite Ausfahrt Richtung Bad Tölz nehmen. Oben links und in der Ortsmitte von Holzkirchen am Ende der Straße links Richtung bei der großen Kreuzung links Richtung Bad Tölz abbiegen. Nach dem Ortsschild von Bad Tölz bei der Ampel rechts und bei der folgenden Kreuzung über die B 472 schräg links Richtung Lenggries fahren. Nach 1,3 km die B 472 Richtung Lenggries/Sylvenstein verlassen und vorbei an Lenggries zum Sylvensteinspeicher fahren. An der Staumauer rechts Richtung Eng abbiegen und über Vorderriß und Hinterriß zur Mautstation des Engtals fahren. Von der Mautstation (3,50 Euro Maut, Stand 2016) der Straße für 7,5 km folgen und am Parkplatz Nr. 8 bei den Hagelhütten das Auto abstellen.

Mit Bus & Bahn: Mit der Bayerischen Oberlandbahn von München nach Lenggries. Von dort mit dem Bergsteigerbus (Linie 9569, fährt von Mitte Juni bis Oktober) Richtung Eng bis zur Haltestelle Haglhütte (Fahrplan und Buchung), die sich direkt am Ausgangspunkt befindet.

Karte: Kompasskarte 26 - Karwendelgebirge (1:50 000)

Der Kompar ist ein wunderschöner Aussichtsberg im Karwendel. Der Gipfel wird oft während der langen Kammüberschreitung von der Tölzer Hütte zur Plumsjochhütte im Vorbeigehen mitgenommen. Aber auch als eigenständiges Ziel ist eine Besteigung des Kompars sehr empfehlenswert. Wir beginnen unsere Tour im Rißtal an den Hagelhütten und wandern über die Hütten der Hasentalalm hinauf zum Sattel zwischen Kompar und Satteljoch. Schon während des Aufstiegs genießen wir die wunderbare Aussicht auf die benachbarte Karwendel-Prominenz. Vom Sattel ist es schließlich nicht mehr weit bis zum Gipfel, an dem wir von einem wunderbaren Panoramarundblick erwartet werden. Als Rückweg wählen wir den Abstecher hinüber zur Plumsjochhütte und kommen so vor dem Abstieg ins Rißtal noch zu unserer verdienten Einkehr.

Aufstieg: Am Parkplatz P8 bei den Hagelhütten schlagen wir den Wirtschaftsweg ein, der vorbei an den Holzhütten südostwärts leitet (Wegweiser „Hasental, Satteljoch, Plumsjoch“). Der breite Weg vollzieht nach kurzer Zeit einen Linksbogen und leitet uns zu einer Brücke. Nun überqueren wir den Rißbach und halten uns an der Weggabelung gleich nach der Brücke schräg rechts Richtung Plumsjochhütte. Wir folgen dem Forstweg in moderater Steigung bergauf und kommen fünf Minuten später zu einer Verzweigung. An der Kreuzung halten wir uns links (Wegweiser „Hasentalalm, Kompar“) und wandern in nordwestlicher Richtung über den breiten Wirtschaftsweg nun deutlich steiler bergauf. Nach zwei Kehren passieren wir ein Weidegatter und betreten freies Almgelände. Nach dem Gatter vollzieht unser Weg einen Rechtsbogen und wir folgen der Beschilderung Richtung Hasentalalm und Kompar.

Der Forstweg leitet uns zuerst über das großzügige Almgelände und später in das Hasental hinein. Dort überqueren wir in einem Rechtsbogen den Hasentalbach bei einem rauschenden Wasserfall. Nur zwei Minuten später passieren wir ein weiteres Weidegatter und gelangen zum Hasentalalm-Niederleger (1263 m, 40 Minuten ab den Hagelhütten). Wir spazieren an der ersten Hütte vorbei, wenden uns vor der Stallung nach scharf links und folgen einem schwach ausgeprägten Wiesenweg bergauf. Dieser vollzieht kurz darauf einen Rechtsknick und leitet uns einen Grashang querend zu einem lichten Waldstück. Dort geht der undeutliche Weg wieder in einen guten Pfad über und schlängelt sich in mehreren Kehren durch das Hasental weiter bergauf. Zu guter letzt erreichen wir einen Wiesenrücken und wandern über diesen empor zum Hasentalalm-Mitterleger (1563 m, knapp 1 ½ Stunden ab den Hagelhütten).

Wir spazieren rechts an der Stallung des Hasentalalm-Mitterlegers und über einen undeutlichen Wiesenweg linkshaltend an der oberen Hütte vorbei. Der Wiesenweg vollzieht kurz darauf eine Linkskurve und geht in einen deutlichen Pfad über, der uns nun nordostwärts leitet. Nach einem langgezogenen Rechtsbogen und zwei weiteren Kehren steuern wir auf den Hasentalalm-Hochleger (1723 m) zu, den wir eine halbe Stunde nach Passieren des Mitterlegers erreichen. Wir queren in einem Linksbogen oberhalb der Hütte des Hochlegers vorbei und steigen im Anschluss in mehreren Serpentinen zu einem Schilderbaum am Verbindungskamm zwischen Kompar und Satteljoch hinauf. Dort wenden wir uns nach links (Wegweiser „Tölzer Hütte, Schafreuter, Kompar“) und folgen dem Kammverlauf nordwestwärts. Wir durchschreiten eine latschenbewachsene Senke und gelangen zum Gipfelaufbau des Kompars.

Nun halten wir uns leicht links und steuern die Einsattelung links des Gipfelaufbaus an. Vom Sattel queren wir in westlicher Richtung in die Gipfelflanke des Kompars hinein. Nach kurzer Zeit gabelt sich der Weg und wählen den linken (unteren) weg. Der obere nicht markierte und nicht beschilderte Weg endet schon bald im erodierten Nirwana. Wir bleiben also auf dem rot-weiß markierten Pfad und steigen zu einem schwach ausgeprägten Rücken hinauf. Dort beginnt rechter Hand neben einer Latschenreihe der markierte Gipfelweg (kein Wegweiser). Wir wenden uns also nach rechts und folgen dem schottrigen aber guten und markierten Pfad steil hinauf zum höchsten Punkt am Kompar (2011 m). Vom Gipfel genießen wir den Blick über das Engtal zum Sonnjoch, zur Lamsenspitze, zum Gamsjoch und zur nahen Falkengruppe mit dem Steinfalk. In nordöstlicher Richtung dominiert die benachbarte Mondscheinspitze das Panorama.

Beschriftetes Panoramafoto, Ausblick vom Kompar-Gipfel (21656 x 720 px, 2,2 MB)

Abstieg: Vom Kompar-Gipfel kehren wir innerhalb von 25 Minuten zurück zur Einsattelung zwischen Kompar und Satteljoch. Nun gehen wir geradeaus weiter, halten uns dabei leicht rechts und queren an der Südflanke des Satteljochs vorbei. Dabei wird das Wiesengelände schon nach kurzer Zeit von latschenbewachsenen Terrain abgelöst. Wir spazieren zwischen den Latschen hindurch und queren einen kleinen Bachgraben. Wenig später kommen wir zu einem weiteren Bachgraben, der hinterhalb über eine Felswand verlassen wird. Diese Kletterstelle sieht auf den ersten Blick sehr anspruchsvoll aus, entpuppt sich aber letztendlich als gut zu meistern: Über eine gut gestufte Rinne steigen wir über die Barriere hinweg und wandern im Anschluss durch die Latschengasse weiter ostwärts. Kurz darauf erkennen wir vor uns die unterhalb des Plumssattels thronende Plumsjochhütte.

Im sanften Auf und Ab queren wir weiter die latschenbewachsenen Ausläufer des Satteljochs und wandern schließlich hinunter zu einer Wiese. Dort treffen wir auf eine Quelle und wenden uns nach rechts. In südöstlicher Richtung folgen wir dem Wiesenpfad hinunter zur Plumsjochhütte (1630 m), die wir gut eine Stunde nach Aufbruch am Kompar-Gipfel erreichen. Für den Rückweg ins Tal gehen wir links an der Hütte vorbei und steuern über den Wirtschaftsweg in einem Rechtsbogen auf ein Almgebäude zu. Kurz vor der Alm treffen wir auf einen Schilderbaum und biegen rechtshaltend in einen Pfad ein (Wegweiser „Hagelhütte, Eng“). Der Pfad leitet uns in südlicher Richtung bergab und wendet sich nach kurzer Zeit Richtung Südwesten. Mehrere Bachgräben querend steigen wir zügig dem Rißtal entgegen.

Nach 45 Minuten mündet unser Pfad in einen Wirtschaftsweg. Wir gehen geradeaus weiter und folgen dem Fahrweg bergab. Nach einigen Kehren überqueren wir den Plumsbach und spazieren im Anschluss westwärts. Gut zehn Minuten später treffen wir auf einen beschilderten Abzweig. Hier verlassen wir den breiten Fahrweg nach rechts (Wegweiser „Hagelhütten, P8, Hinterriß“) und wandern über einen kleinen Pfad in westlicher Richtung durch den Bergwald zügig bergab. Nach einer guten Viertelstunde wendet sich der Weg nach rechts (Norden) und leitet uns in mehreren Kehren steil zum Plumsbach hinunter. Wir überqueren den rauschenden Bachlauf über eine Holzbrücke und wandern hinterhalb wenige Meter bergauf. Nach dem kurzen Aufstieg erreichen wir wieder die Forststraße, die wir vom Hinweg her kennen. Wir biegen links ab und kehren zurück zum Parkplatz an den Hagelhütten.

Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeit:
Plumsjochhütte (1630 m), privat, Tel. +43 (0)5243/43111. Geöffnet von Anfang Mai bis Ende Oktober.

  Höhe Gehzeit Gesamt Ziel
1077 m - 1263 m + 0:40 0:40 Hasentalalm-Niederleger
1263 m - 1563 m + 0:25 1:25 Hasentalalm-Mitterleger
1563 m - 1723 m + 0:30 1:55 Hasentalalm-Hochleger
1723 m - 2011 m + 0:50 2:45 Kompar
2011 m - 1630 m + 1:05 3:50 Plumsjochhütte
1630 m - 1077 m + 1:40 5:30 Hagelhütten (Parkplatz Nr. 8)

Autor: Didi Hackl
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