Parkplatz Schlegeisspeicher (1785 m) - Friesenberghaus (2498 m) - Hoher Riffler (3231 m)
Bei der Besteigung des Hohen Rifflers handelt es sich um eine Alpinwanderung, die Trittsicherheit und Schwindelfreiheit erfordert. Der Anstieg zum Friesenberghaus erfolgt über steinige Pfade. Gleich zu Beginn werden zwei Bachläufe über schmale Holzstege gequert. Der Weiterweg zum Sattel zwischen den Hohen Riffler und dem Petersköpfl führt im Gehgelände über steinige Wege und Blockwerk. Der Gipfelanstieg leitet über Blockgelände in zum Schluss hin teils anhaltender Kraxelei im maximal 1. Schwierigkeitsgrad. Die Route über den Südgrat ist gut markiert und an kurzen Stellen etwas ausgesetzter. Bei Schneeauflage wird die Begehung des Grates anspruchsvoller und es ist erhöhte Vorsicht geboten.
Über die Autobahn München - Innsbruck zur Ausfahrt Wiesing/Zillertal. Nach der Ausfahrt Richtung Zillertal halten und über Zell am Ziller an Mayrhofen vorbei fahren. Nach Mayrhofen linkshaltend der B 169 Richtung Ginzling und über Ginzling weiter zum Schlegeisspeicher folgen. Der Verkehr zum Stausee wird auf der teilweise einspurigen und kurvenreichen Schlegeis-Alpenstraße im 15-Minuten-Takt durchgelassen (14 Euro Mautgebühr, Stand 2020). Das Auto stellt man gleich am ersten Parkplatz nach dem Tunnel unweit der Staumauer ab.
Mit der Bahn von München über Rosenheim und Kufstein nach Jenbach und von dort weiter nach Mayrhofen (Fahrplan und Buchung). Vom Bahnhof Mayrhofen Bus-Linie 4102 über Ginzling zum Schlegeisspeicher (zum Fahrplan). Der Bus fährt von Anfang Juni bis Anfang Oktober.
47.03945830, 11.70271933
Der Hohe Riffler in den Zillertaler Alpen ist der Hüttengipfel des Friesenberghauses. Über seine Südseite ist dieser stolze Dreitausender ohne Gletscherberührung erreichbar. Bei dieser eindrucksvollen Bergtour bewegt man sich meist im Gehgelände, am blockigen Gipfelgrat wird man auch von einigen Kraxeleinlagen erwartet. Ausgangspunkt für die Besteigung des Hohen Rifflers ist der Parkplatz am Schlegeisspeicher. Zu Beginn der Tour überqueren wir den Alelebach und den Falschseitenbach mit Hilfe schmaler Holzstege und passieren dabei zwei rauschende Wasserfälle. Im Anschluss erreichen wir das Wiesengelände der Friesenbergalm, umkurven den Ausläufer des Ableggs und wandern in das Tal des Lappenkarbachs hinein. Schon bald erblicken wir über uns das Friesenberghaus, zu dem wir schließlich in vielen Kehren hinauf wandern. Von der Hütte erreichen wir über steinige Wege die Einsattelung zwischen dem Hohen Riffler und dem Petersköpfl. Aus dem Sattel steigen und kraxeln wir über ausgedehntes Blockgelände zu einem kleinen Plateau hinauf. Von dort wechseln wir auf den schmäleren und kurzzeitg luftigeren Südwestgrat und erreichen zu guter Letzt in leichter Kletterei den geräumigen Gipfel.
Vom ersten Parkplatz am Schlegeisspeicher (1785 m) gehen wir zurück in Richtung Tunnel und biegen linkshaltend in den Anstiegsweg zum Friesenberghaus ein (gelber Wegweiser). Dabei ignorieren wir den Abzweig zur Dominikushütte, wandern in zwei Kehren bergauf und erreichen in nordöstlicher Richtung den Alelebach mit seinem Wasserfall. Über schmale Holzplanken überqueren wir den Bachlauf, folgen im Anschluss dem kleinen Pfad weiter bergauf und kommen wenig später zu einem Karrenweg mit einer maroden Holzhütte. Wir behalten unsere Grundrichtung bei, lassen den Karrenweg rechts liegen und wandern zwischen lichtem Buschwerk weiter nordostwärts. Der mit Steinplatten und Holzplanken ausgelegte Pfad bringt uns schließlich zum Falschseitenbach. Auch diesen rauschenden Bachlauf überqueren wir mit Hilfe von schmalen Planken.
Nach dem Bachlauf leitet uns der Pfad in Kehren durch latschbewachsenes Terrain zügig bergauf. Schließlich ziehen sich die Latschen zurück und wir finden uns im freien Wiesengelände der Friesenbergalm wieder. Der nun flachere Weg bringt uns über Steinplatten und Holzplanken einem großzügigen Rechtsbogen zur Friesenbergalm. Nach der Holzhütte umkurven wir die Felswände des Ableggs und passieren dabei einen Tümpel. Unser Pfad wendet sich zu guter Letzt nach Nordwesten und führt uns in den Taleinschnitt, durch den sich der Lappenkarbach seinen Weg bahnt, hinein. Wenig später erreichen wir den Bachlauf und überqueren diesen wiederum über schmale Holzplanken. In der Folgezeit bleiben wir auf der Ostseite des Lappenkarbachs und verbuchen in kurzen Serpentinen weitere Höhenmeter auf der Habenseite.
Nach einigen Kehren wendet sich der Weg nach Norden und leitet uns über Platten nordwärts. Über den Taleinschnitt blicken wir hinüber zu den imposanten Wasserfällen, die sich aus der Westflanke der Gefrorene-Wand-Spitzen in die Tiefe stürzen. Nach einer längeren Geraden schraubt sich der Pfad nochmals in Kehren bergauf und führt uns im Anschluss in einem großzügigen Linksbogen Richtung Westen. Nach einem Block mit einer Gedenktafel geht es nochmals steil und in letzten Serpentinen in nordöstlicher Grundrichtung bergauf und auf das bereits sichtbare Friesenberghaus zu. Kurz unterhalb der Hütte lassen wir den Abzweig zur Olpererhütte links liegen. Zu guter Letzt erreichen wir nach einer Gesamtgehzeit von 2 ¼ Stunden den geschichtsträchtigen Steinbau des Friesenberghauses (2498 m).
Für den direkten Weiterweg zum Hohen Riffler gehen wir links am Schutzhaus vorbei und treffen gleich nach der Hütte auf eine Weggabelung. Hier wenden wir uns nach rechts (Wegweiser „Hoher Riffler, Friesenbergscharte“) und wandern in nordöstlicher Richtung über einen mit Blöcken übersäten Hang weiter bergauf. Während des Anstiegs blicken wir linker Hand hinunter zum Friesenbergsee, der gut 20 Höhenmeter unterhalb des Friesenberghauses in einer Senke lagert. Je höher wir steigen, desto steiniger wird der Untergrund. Über Blöcke und Platten gelangen wir zu guter Letzt zur Einsattelung zwischen dem Hohen Riffler und dem Petersköpfl (30 Minuten ab dem Friesenberghaus). Am Sattel wenden wir uns nach links und durchwandern in nördlicher Richtung eine Senke (eventuell Altschnee).
Nach der Senke vollzieht unser Weg einen Linksknick und leitet uns in westlicher Richtung über Blöcke zu einer Verzweigung. Hier biegen wir nun rechts ab (Wegweiser „Hoher Riffler“) und steigen in nördlicher Richtung im Blockgelände in vielen kurzen Kehren steiler bergauf. Nach einem Flachstück nimmt die Steigung noch einmal zu und wir erreichen teils im Gehgelände und teils kraxelnd ein kleines Hochplateau. Dort halten wir leicht linkshaltend auf den Südwestgrat zu und steigen über den zu Beginn schmalen, blockigen Gratverlauf in leichter Kletterei weiter aufwärts. Der schmale Grat weitet sich bald darauf zu einem breiteren Rücken und über Blockwerk erreichen wir zu guter Letzt 2 ½ Stunden nach Aufbruch am Friesenberghaus das Gipfelkreuz des Hohen Rifflers (3231 m).
Wie Aufstieg.
| Höhe | Gehzeit | Gesamt | Ziel | ||
|---|---|---|---|---|---|
| 1785 m | - 2498 m | + 2:15 | 2:15 | Friesenberghaus | |
| 2498 m | - 3231 m | + 2:30 | 4:45 | Hoher Riffler | |
| 3231 m | - 2498 m | + 2:00 | 6:45 | Friesenberghaus | |
| 2498 m | - 1785 m | + 1:45 | 8:30 | Parkplatz Schlegeisspeicher | |