Mangfallgebirge

Schinder (1808 m)

Schinder
Aufstieg 2:45 h Abstieg 2:00 h
3
1000 Höhenmeter
Tourbeschreibung Druckversion
Bilder (17) Gipfelbuch (33)
Karte

Valepp (900 m) - Trausnitzalm (1435 m) - Trausnitzberg (1808 m) - Bayerischer Schinder (1796 m) - Valepp (900 m)

Charakter: Bis zum Trausnitzberg mittelschwierige Bergwanderung. Übergang zum Bayerischen Schinder und Abstieg durch das Tor unschwierige Bergtour mit gesicherten Kletterstellen, die Trittsicherheit und Schwindelfreiheit verlangen.

Anfahrt: Autobahn Salzburg, Ausfahrt Holzkirchen, der B 307 über Tegernsee bis nach Rottach-Egern, in Rottach-Egern der Ausschilderung Moni-Alm bzw. Valepp folgen, die Mautstraße (4,50 Euro Mautgebühr) bis zum Wanderparkplatz Valepp durchfahren

Karte: Kompasskarte 8 - Tegernsee, Schliersee, Wendelstein (1:50 000)

Der Schinder besteht aus zwei Gipfeln: Der Österreichische Schinder, der sogenannte Trausnitzberg, ist der höhere der beiden Gipfeln. An der Grenze zwischen Tirol und Bayern gelegen überragt er seinen Nachbarn, den Bayerischen Schinder um 12 Meter. Die Tour auf den Österreichischen Schinder über die Trausnitzalm ist eine reine Bergwanderung, der Übergang zum Bayerischen Schinder und der Abstieg durch´s Schinderkar hingegen ist wegen einigen steilen und gesicherten Stellen als Bergtour zu klassifizieren. Wer nicht über die nötige Trittsicherheit und Schwindelfreiheit verfügt sollte sich mit dem Österreichischen Schinder (Trausnitzberg) zufrieden geben.

Aufstieg: Vom Wanderparkplatz in Valepp folgen wir den Wegweisern Richtung Schinder. Über eine Brücke überqueren wir zuerst die Weiße Valepp, bevor wir einem Pfad in mäßiger Steigung bis zur Trausnitzalm folgen. Haben wir die Trausnitzalm hinter uns gelassen wird der Weg steiler: Ein zum Ende hin immer felsiger werdender Pfad führt uns bis zum Gipfelkreuz des Trausnitzbergs (2 Stunden ab Valepp).

Der Ausblick entschädigt für die bisherige Schinderei: Neben den Bergen rundum den Spitzigsee, das Hintere Sonnwendjoch und den Wilden Kaiser erkennen wir in der Ferne die Gletscher des Tuxer Hauptkamms. Auch das Gipfelkreuz des Bayerischen Schinders, unseres nächsten Ziels, ist nun zu sehen.


Beschriftetes Panoramafoto, Ausblick vom Schinder Vorgipfel (1,3 MB)

Wir überschreiten also den Gipfel und steigen ca. 100 Höhenmeter ab. Zuerst geht es durch eine steile Rinne (drahtseilversichert) bergab. Beim Weg nach unten dem Wegweiser nach links Richtung Valepp folgen, der rechte und auf dem ersten Blick sinnvollere Weg endet nach einigen Metern luftig auf einem Felsvorsprung. Am Tor (hier beginnt später der Abstieg durch das Schinderkar) angekommen besteigen wir über einen steinigen und teilweise von Wurzeln durchzogenen Pfad den Gipfel des Bayerischen Schinders (30 Minuten ab Trausnitzberg).


Abstieg: Nach Verlassen des Gipfels wandern wir zurück zum Tor und steigen von hier durch das Schinderkar nach Valepp (2 Stunden). Oben ist der Abstieg sehr steil, Seilsicherungen erleichtern das Vorankommen. Nach kurzer Zeit muss eine kleine Höhle durchquert und an deren Ende eine ca. 2 Meter hohe Wand über Eisenstifte abgeklettert werden. Der weitere Abstieg durch das Kar erfolgt steil über Schutt. Im schattigen Kar hält sich der Altschnee noch weit in das Frühjahr hinein.

Einkehrmöglichkeit:
unterwegs keine

  Höhe Gehzeit Gesamt Ziel
900 m - 1808 m + 2:15 2:15 Trausnitzberg (Österr. Schinder)
1808 m - 1796 m + 0:30 2:45 Bayerischer Schinder
1796 m - 900 m + 2:00 4:45 Valepp

Autor: Didi Hackl
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