Mangfallgebirge

Rotwandhaus - Winterwandern und Rodeln am Spitzingsee

2
Tourdaten:
Gesamtgehzeit:  3:45 h
660 Höhenmeter
13,6 Kilometer

Rodeln am Rotwandhaus: Eine Winterwanderung am Spitzingsee mit traumhaftem Alpenpanorama

Charakter: Leichte Rodeltour, auf der im Anstieg knapp 7 Kilometer zurückgelegt und 660 Höhenmeter überwunden werden. Der Aufstieg erfolgt bis zur Bergwachthütte über einen Teerweg und im Anschluss über einen Forstweg. Der Teerweg wird im Winter geräumt und gestreut und eignet sich daher schlecht zum Rodeln. Der Forstweg zum Rotwandhaus wird nicht als Rodelbahn präpariert.

Anfahrt: Über die Autobahn München - Salzburg bis zur Ausfahrt Weyarn. Durch Weyarn hindurch fahren und der B 307 weiter über Miesbach, Haushaum und Schliersee nach Neuhaus folgen. Nach dem Ortsendeschild der Straße 500 Meter weiter Richtung Aurach fahren und dann rechts zum Spitzingsee einbiegen. Über die Bergstraße hinauf zum Spitzingsattel und über diesen weiter nach Spitzingsee Ort. Kurz vor der Kirche linker Hand am gebührenpflichtigen Parkplatz das Auto abstellen (Parkgebühr 5 Euro, Stand 2020).

Mit Bus & Bahn: Mit der Bayerischen Oberlandbahn Richtung Bayrischzel von München Hauptbahnhof bis Fischhausen-Neuhaus und von dort mit der Bus-Linie 9562 zur Haltestelle Spitzingsee, Kirche (Fahrplan und Buchung). Die Haltestelle befindet sich direkt am Ausgangspunkt. Mit dem Bayern-Ticket fahren bis zu 5 Personen für 26 Euro + 8 Euro je Mitfahrer zum Spitzingsee.

Rodelverleih: Am Rotwandhaus können keine Schlitten geliehen werden. Leihrodel gibt es in Spitzingsee Ort unweit der Kirche bei Ingos Skiverleih (geöffnet von 08:00 bis 18:00 Uhr, Tel. 08026/7721, Leihgebühr 10 Euro, Stand 2020).

Geo-Koordinaten des Ausgangspunkts:
47.661731, 11.888226 (in Google Maps öffnen)

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Das Rotwandhaus in den Bayerischen Voralpen ist das ideale Ziel für einen winterlichen Ausflug. Über den Forstweg, der sich von Spitzingsee Ort bis zur Alpenvereinshütte empor schlängelt, ist die Hütte zu jeder Jahreszeit leicht zu erreichen. Auch für eine Rodeltour eignet sich das Rotwandhaus hervorragend. Einziger Wermutstropfen: Der geteerte Weg zwischen Spitzingsee und der Bergwachthütte wird im Winter geräumt und auch gestreut. Auf diesem Abschnitt ist eine Abfahrt dann meist nicht möglich. Auch apert der Weg oft aus, was beim Hochziehen des Schlittens etwas nervig sein kann. Der Forstweg ab der Bergwachthütte ist dann nicht mehr präpariert. Dieser wird im Winter vom Versorgungsfahrzeug des Rotwandhauses befahren und so ist dieser eigentlich immer gut gespurt. Die Rodelbahn ist meist nur moderat steil, einzig im Bereich der Wildfeldalm gibt es steilere Abschnitte. So eignet sich die Bahn auch für Rodler, die nicht zwingend auf einen Nervenkitzel aus sind.

Aufstieg: Vom Parkplatz in Spitzingsee Ort nahe der Kirche gehen wir zurück zur Parkplatzeinfahrt und biegen linkshaltend in die Spitzingstraße ein. Wir gehen an der Bushaltestelle sowie an der Kirche vorbei und kommen nach einer Rechts- und einer Linkskurve zur Alten Wurzhütte. Vor der Alten Wurzhütte vollzieht die Spitzingstraße eine Rechtskurve. Hier verlassen wir die Straße, gehen geradeaus weiter und passieren eine Schranke. Kurz nach der Schranke erreichen wir eine beschilderte Weggabelung und wählen hier den linken (oberen) Weg Richtung Rotwandhaus. Wir gewinnen die ersten Höhenmeter und schauen über den Talboden der Valepp, auf der sich auch die Albert-Link-Hütte befindet, hinüber zum Stolzenberg, zum Rotkopf und zum Roßkopf. Über den moderat ansteigenden Fahrweg durchstreifen wir lichte Waldstücke und kommen nach einem langgezogenen Linksbogen und einer Gehzeit von 35 Minuten zur Bergwachthütte.

Gleich nach der Hütte zweigt rechter Hand der Forstweg zum Rotwandhaus ab. Wir wenden uns also nach rechts und wandern in den schattigen hinein. Die Steigung bleibt weiterhin morderat und der kurvige Forstweg leitet uns in südöstlicher Grundrichtung durch den Wald. Später kommen wir an einem kleinen Bachlauf vorbei und genießen an Lichtungen Ausblicke ins Tal der Roten Valepp sowie hinüber zum Schinder. Nach einer scharfen Linkskurve erreichen wir eine Lichtung und passieren dort ein Marterl. Der Wald zieht sich in der Folgezeit mehr und mehr zurück und wir steigen in zwei Kehren steiler bergauf. Nach der zweiten Kurve führt uns der Weg nach Osten und bringt uns nach einem Rechtsbogen zu einer nächsten Kehre. Nun wandern wir in nördlicher Richtung steil aufwärts und erkennen schon bald unter uns die Untere Wildfeldalm. Über das Almgebäude blicken wir zur Bergwelt am Tegernsee.

Besonders der Risserkogel und der markante Blankenstein stechen aus dieser Perspektive ins Auge. Über uns erkennen wir bereits die Felsen des Kirchsteins, die das Rotwandmassiv an ihrer Westseite abschließen. Nach zwei kurzen Kehren stehen wir an der Oberen Wildfeldalm. An der Alm wendet sich der Weg nach Osten und führt uns hinauf zu einem Sattel. Nun erblicken wir vor uns rechter Hand das Rotwandhaus und zu unserer Linken den Gipfel der Rotwand. Über den nun flacheren Weg wandern wir in weiteren 20 Minuten zum Rotwandhaus und genießen dort den fantastischen Ausblick, der bis zu den Hohen Tauern, zu den Zillertaler Alpen, zum Karwendel und zum Wettersteingebirge reicht. Im Osten domineren die schroffen Ruchenköpfe das Panorama, im Süden schließt sich mit dem Hinteren Sonnwendjoch der höchste Gipfel des Mangfallgebirges an.

Abfahrt/Abstieg: Mit dem Rodel dauert die Abfahrt zur Bergwachthütte etwa 45 Minuten. Von dort geht es zu Fuß über die Teerstraße in weiteren 30 Minuten zurück zum Parkplatz an der Kirche. Ohne Rodel benötigt man etwa 2 Stunden für den Abstieg.

Einkehrmöglichkeiten:
Rotwandhaus (1737 m), DAV Sektion Turner-Alpenkränzchen, Tel.: +49 (0)8026/7683, ganzjährig geöffnet. Betriebsferien von Mitte November bis 24. Dezember.

  Höhe Gehzeit Gesamt Ziel
1085 m - 1737 m + 2:30 2:30 Rotwandhaus
1737 m - 1085 m + 1:15 3:45 Spitzingsee

Autor: Didi Hackl
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