Deutschland Mangfallgebirge

Taubenstein (1693 m)

Charakter 2
Tourdaten:
Aufstieg Aufstieg:  2:00 Stunden
Abstieg Abstieg:  1:50 Stunden
Höhenmeter 650 Höhenmeter

Spitzingsattel (1127 m) - Taubenstein (1693 m) - Taubensteinhaus (1567 m) - Schönfeldhütte (1410 m) - Spitzingsattel (1127 m)

Charakter: Ingesamt mittelschwierige Bergwanderung. Der Anstieg vom Spitzingsattel über den Lochgraben zum Taubensteinsattel erfolgt über steinige und bei Nässe rutschige Waldpfade sowie über breite Karrenwege und kleine Wiesenpfade. Vom Taubensteinsattel gelangt man über einen teils schrofigen Weg zum Gipfelaufbau, dort geht es zum Schluss über Schrofen und durch eine steile und mit Drahtseilen gesicherte Rinne hinauf zum Gipfel. Für den Anstieg ist Trittsicherheit und am senkrecht nach Westen abbrechenden Gipfel auch Schwindelfreiheit erforderlich.

Anfahrt: Autobahn München - Salzburg, Ausfahrt Weyarn. Der B 307 über Weyarn, Miesbach und Schliersee nach Neuhaus folgen. 400 Meter nach dem Ortsende von Neuhaus rechts Richtung Spitzingsee abbiegen und zum Spitzingsattel hinauf fahren. Am Spitzingsattel das Auto abstellen (4 Euro Parkgebühr, Stand 2017).

Mit Bus & Bahn: Mit der Bayerischen Oberlandbahn von München Hauptbahnhof bis Fischhausen-Neuhaus und von dort mit dem Bus 9562 zum Spitzingsattel (Fahrplan und Buchung). Mit dem Bayern-Ticket fahren bis zu 5 Personen für 25 Euro + 6 Euro je Mitfahrer zum Spitzingsattel.

Geo-Koordinaten des Ausgangspunkts:
47.672195, 11.886679 (in Google Maps öffnen)

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Oft wird der Taubenstein einfach nur während des Übergangs vom Rotwandhaus zum Taubensteinsattel im Vorbeigehen mitgenommen oder als Mini-Spritztour von der Bergstation der Taubensteinbahn bestiegen. Doch auch als eigenständige Wanderung ist ein Besuch des Taubensteins lohnenswert. Besonders als kleiner Ausflug mit geringem Zeitbudget oder als abendliche Spritztour, wenn die Seilbahn bereits still steht, hat der Taubenstein seinen Reiz. Vom Spitzingsattel erreicht man den Taubenstein sowohl über den Lochgraben als auch über die Schönfeldalm. Wir kombinieren die beiden Varianten zu einer kleinen Rundtour und passieren mit dem Taubensteinhaus und der Schönfeldhütte gleich zwei Möglichkeiten zur Einkehr. Vom felsigen Gipfel hat man einen herrlichen Ausblick, der bis zum Rofan, zum Karwendel und zum Wettersteingebirge reicht.

Aufstieg: Wir verlassen den Parkplatz am Spitzingsattel über einen Wiesenpfad in südöstlicher Richtung und steuern auf einen grasigen Hang zu. In Serpentinen steigen wir über diesen bergauf und erreichen einen schattigen Bergwald. Über teils schrofige und bei Nässe rutschige Pfade wandern wir in moderater Steigung weiter südostwärts. Später schwenkt der Weg in einem Rechtsbogen nach Süden und wir überqueren auf einem Steg sumpfiges Terrain. Nach einem Linksknick treten wir aus dem Bergwald hinaus und wir gelangen zu einer Weggabelung. Hier halten wir uns rechts (Wegweiser „Taubenstein, Rotwand, Taubensteinhaus“) und wir schlagen den unteren Pfad ein.

Der Wiesenweg leitet uns in südöstlicher Richtung sanft bergab und bringt uns nach einem Rechtsbogen zu einem Waldstück. Dort vollzieht unser Weg eine Linkskurve und mündet in einen breiten Karrenweg. Parallel zur ehemaligen Skipiste des Lochgrabens spazieren wir ohne größeren Höhengewinn südostwärts durch den lichten Wald. Kurz darauf ziehen sich die Bäume zurück und wir treffen auf einen kleinen Bachlauf, den wir überqueren. Im Anschluss wandern wir wieder etwas steiler zu einem Querweg hinauf. Hier biegen wir links und gleich darauf wieder rechts ab (Wegweiser „Taubenstein, Taubensteinhaus“) und folgen einem Wiesenweg über die aufgelassene Skipiste aufwärts.

Nach zwei Kehren erreichen wir am linken Rand der ehemaligen Piste ein Waldstück. Im Wald treffen wir an einer Verzweigung auf den Aufstiegsweg, der sich von der Schönfeldhütte herauf zieht. Wir halten uns rechts, verlassen wenig später den Bergwald und steuern auf den Taubensteinsattel zu. Nach einer Gehzeit von 1 ¾ Stunden haben wir die Einsattelung erreicht. Vor uns blicken wir über das Taubensteinhaus zum Hochmiesing, links dahinter erhebt sich der Wendelstein. Linker Hand wird der Sattel vom Rauhkopf begrenzt, rechts von uns befindet sich die Bergstation der Taubensteinbahn und dahinter der Taubenstein-Gipfel. Wir wenden uns nach rechts und halten auf die Bergstation zu.

Nach einem kurzen Anstieg überqueren wir die Terrasse des Taubenstein-Gipfelstüberls und wandern hinterhalb über einen breiten schottrigen Weg weiter auf den Taubenstein zu. Nach zwei Kehren geht der breite Weg in einen kleinen steinigen Pfad über. Dieser leitet uns zuerst Richtung Gipfelfelsen, wendet sich dann nach links und bringt uns über Schrofen zu einem Felstor hinauf. Wir schlüpfen durch das schmale Tor hindurch und wandern in einem Linksbogen zu einem Wegweiser hinab. Dort wenden wir uns nach rechts („Taubenstein 5 min“), gehen über einen Pfad bergauf und steigen dann rechtshaltend eine schrofige Rampe empor. Dann wenden wir uns nach links und erreichen durch eine drahtseilversicherte Rinne über abgespeckten Fels das Gipfelkreuz des Taubensteins.



Beschriftetes Panoramabild: Ausblick vom Taubenstein

Abstieg: Wir verlassen den Taubenstein-Gipfel und wandern über den Aufstiegsweg zurück zum Taubensteinsattel. Von dort erreicht man nach rechts innerhalb von 5 Minuten das bereits sichtbare Taubensteinhaus. Am Taubensteinhaus genießen wir einen schönen Blick über die Kleintiefentalalm zur Rotwand. Für den Rückweg zum Spitzingsattel steigen wir über die ehemalige Skipiste wieder bergab und wählen im Wald an der Verzweigung die Variante über die Schönfeldhütte. Wir halten uns an der Kreuzung also rechts und treffen kurz darauf im Wald auf einen Karrenweg. Diesem folgen wir nach rechts bergab und gelangen zu einem geteerten Querweg. Am Teerweg wenden wir uns nochmals nach rechts und folgen diesem zur Rauhkopfhütte.

An der Rauhkopfhütte vollzieht unser Fahrweg eisnen Linksknick und wir folgen diesem in einem Gegenanstieg zur Schönfeldhütte hinauf. Oberhalb der Schönfeldhütte treffen wir auf einen Querweg und wir biegen links ab. Der Wiesenweg leitet uns an der Schönfeldhütte vorbei und in einer sanften Rechtskurve in einem Gegenanstieg zu einem Sattel am Fuße der Wilden Fräulein. Vom Wiesensattel wandern wir in nordwestlicher Richtung bergab und genießen noch einmal den wunderbaren Blick über den Spitzingsee zur Brecherspitz. Schließlich erreichen wir wieder den Aufstiegsweg, dem wir durch den Bergwald hinunter zum Spitzingsattel folgen.



Beschriftetes Panoramabild: Ausblick vom Taubenstein im Winter

Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeiten:
  • Taubensteinhaus (1567 m), DAV Sektion Bergbund München, Tel. +49 (0)8026/7070. Geöffnet von Ende Mai bis Anfang November und ab 27. Dezember bis zu den Osterferien.
  • Schönfeldhütte (1410 m), DAV Sektion München & Oberland, Tel. +49 (0)8026/7496. Vom 1. Mai bis Ende November durchgehend, von Ende November zu den Weihnachtsferien Mittwoch bis Sonntag, während der Weihnachts- und Faschingsferien durchgehend geöffnet. Nach Heilige Drei Könige bis Mitte März (außer in den Faschingsferien) nur Freitag bis Sonntag geöffnet. Betriebsferien von Mitte März bis Ende April.

  Höhe Gehzeit Gesamt Ziel
1127 m - 1592 m + 1:40 1:40 Taubensteinsattel
1592 m - 1693 m + 0:20 2:00 Taubenstein
1693 m - 1567 m + 0:20 2:20 Taubensteinhaus
1567 m - 1410 m + 0:45 3:05 Schönfeldhütte
1410 m - 1127 m + 0:45 3:50 Spitzingsattel

Autor: Didi Hackl
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