Mangfallgebirge

Rotwand (1884 m)

Rotwand
Aufstieg 2:30 h Abstieg 1:45 h
1
800 Höhenmeter
Tourbeschreibung Druckversion
Bilder (85) Gipfelbuch (25)
Karte GPS-Track

Spitzingsee (1085 m) - Rotwandhaus (1737 m) - Rotwand (1884 m)

Charakter: Leichte Bergwanderung, die bis zum Rotwandhaus über einen komfortablen Forstweg führt. Von der Hütte führt ein breiter und gut ausgbauter Weg zum Gipfel. Am Gipfelaufbau wartet eine kleine felsige Steilstufe. Der beschriebene Aufstiegsweg ist auch hervorragend als Winterwanderung machbar.

Anfahrt: Autobahn München - Salzburg, Ausfahrt Weyarn. Über Weyarn, Miesbach, Hausham und Schliersee nach Neuhaus fahren. Zwischen Neuhaus und Fischbachau rechts Richtung Spitzingsee abbiegen. Über den Spitzingsattel nach Spitzingsee fahren, kurz vor der Kirche links abbiegen und beim Parkplatz oberhalb der Kirche das Auto abstellen (4 Euro Parkgebühr, Stand 2015).

Mit Bus & Bahn: Mit der Bayerischen Oberlandbahn von München Hauptbahnhof bis Fischhausen-Neuhaus und von dort mit der Bus-Linie 9562 zur Haltestelle Spitzingsee, Kirche (Fahrplan und Buchung). Die Haltestelle befindet sich direkt am Ausgangspunkt. Mit dem Bayern-Ticket fahren bis zu 5 Personen für 23 Euro + 5 Euro je Mitfahrer zum Spitzingsee.

Karte: Kompasskarte 8 - Tegernsee, Schliersee, Wendelstein (1:50 000)

Eine Wanderung auf die Rotwand ist der Klassiker schlechthin im Gebiet rund um den Spitzingsee und beinahe das ganze Jahr über zu machen. Zum Rotwandhaus führt ein breiter und mäßig steiler Forstweg, der sich zur kalten Jahreszeit ideal für eine Winterwanderung eignet. Die letzten gut 100 Höhenmeter bewältigt man über einen gut ausgebauten Weg, der sich über den grasigen Gipfelhang zum höchsten Punkt emporschlängelt. Im Winter drohen aus den steilen Flanken des Rotwandkamms Lawinen, darum sollte man zu dieser Jahreszeit in jedem Fall den Lawinenwarndienst beachten. Dank ihrer Beliebtheit findet man auf der Rotwand nur selten Einsamkeit vor. Besonders von der Bergstation der Taubensteinbahn kommen viele Besucher zum Rotwandhaus und zur Rotwand herüber. Doch sowohl die wunderbare Rundumsicht am Gipfelkreuz als auch die herrlich gelegene Einkehrmöglichkeit lassen den Trubel, der besonders an schönen Sommerwochenenden herrscht, schnell vergessen.

Aufstieg: Wir verlassen den Parkplatz oberhalb der Kirche und gehen zur Hauptstraße hinunter. Bei der Straße wenden wir uns nach links und wandern Richtung Kirche. Wir spazieren an der Kirche vorbei und bleiben immer auf der Hauptstraße. Nun erreichen wir beim Restaurant Wurzhütte eine Schranke. Wir wandern nun geradeaus und passieren die Schranke (Ausschilderung Richtung Valepp). Nach wenigen Metern zweigt nach links der Weg zum Rotwandhaus ab (gelber Wegweiser). Nun folgen wir dem geteerten Fahrweg, bis wir nach einer knappen halben Stunde eine kleine Hütte erreichen.

Etwa zwei Minuten nach Passieren der Hütte zweigt nach rechts der Weg zum Rotwandhaus über eine kleine Brücke ab. Hier wenden wir uns also nach rechts und folgen nun im Anschluss den Forstweg, der uns zuerst in ein Waldstück hineinführt. Nach weiteren 45 Minuten gelangen wir bei einer Sitzbank an einen Wegweiser. Hier können wir links abbiegen und über einen schmalen Pfad die Serpentinen der Forststraße abkürzen. Am Ende des Pfads erreichen wir eine weitere Sitzgelegenheit, die einen schönen Ausblick auf das Hintere Sonnwendjoch gewährt.

Nun folgen wir wieder dem breiten Forstweg. Nach und nach zieht sich der Bergwald immer mehr zurück. Wir passieren die urigen Almhütten der Wildfeldalm und befinden uns endlich im freien Gelände. Links von uns baut sich der lange und felsige Kamm der Rotwand auf, an deren hinterem Ende sich der höchste Punkt erhebt. Mit nur mäßigem Höhengewinn schlendern wir zum schon von weitem sichtbaren Rotwandhaus hinüber, das wir nach insgesamt 2 ¼ Stunden Gehzeit erreichen. Vom Rotwandhaus blicken wir nun zu den markanten und für die Bayerischen Voralpen so untypischen Ruchenköpfe.

Am Rotwandhaus biegen wir links ab und wählen den schmalen Pfad Richtung Gipfel. Der Weg führt zuerst mäßig steil zur grasigen Flanke, die im Anschluss nach rechts gequert wird. Der Pfad geleitet uns nun steil zum Kamm hinauf. Am Kamm angelangt wenden wir uns nach links und erreichen zum Schluss hin über eine kleine Steilstufe das Gipfelkreuz und den ungemein aussichtsreichen Gipfel der Rotwand.

Beschriftetes Panoramafoto, Ausblick von der Rotwand (1,8 MB)

Abstieg: Vom Gipfel in 15 Minuten hinunter zum Rotwandhaus und von dort in 1 ½ Stunden entlang der Aufstiegsroute. Alternative Abstiege vom Rotwandhaus:

  • Über den Taubenstein (2 ½ Stunden): Ein sehr schöner aussichtsreicher Höhenweg, der bei Seilbahnbetrieb allerdings auch gut besucht ist. Vom Rotwandhaus folgen wir dem beschilderten Pfad zum Taubenstein und zur Taubensteinbahn. Dieser leitet uns in nordöstlicher und später östlicher Richtung zum Kirchsteinsattel (1788 m) hinauf. Von dort wandern wir bergab und queren an der Westflanke des Lempersbergs vorbei. Nach einem Abstieg über steinige Wege erreichen wir den Fuß des Taubensteins. Durch eine seilgesicherte Rinne mit speckingen Felsen erreicht man in einem Abstecher von fünf Minuten den aussichtsreichen Taubenstein-Gipfel (1693 m). Für den weiteren Abstieg steigen wir in nördlicher Richtung hinunter zur Bergstation der Taubensteinbahn. Von hier kann man direkt zur Oberen Maxlraineralm hinunter wandern und trifft später wieder auf den Aufstiegsweg. Alternativ spaziert man von der Taubensteinbahn ein Stück nordwärts zum Taubensteinsattel (1592 m). Vom Sattel erreicht man nach rechts in 5 Minuten das schön gelegene Taubensteinhaus (1567 m). Für den Abstieg wendet man sich am Taubensteinsattel nach links und steigt über die ehemalige Piste des Oberen Lochgrabens (Wegweiser „Spitzingsee Ort“) zu einer Querstraße hinunter. Hier biegt man linkshaltend in den breiten Querweg ein und folgt diesem immer geradeaus zur Schwarzenkopfhütte und von dieser weiter über den Berggasthof Igler zurück zum Aufstiegsweg.
  • Durch den Pfanngraben (3 ½ Stunden): Eine ruhige Variante, die bis zum Spitzingsee der Drei-Seen-Tour folgt. Vom Rotwandhaus steigt man in östlicher Richtung in die Kümpflscharte, der Einsattelung zwischen Rotwand und Auerspitz, hinunter. Dort wendet man sich nach rechts und wandert südwärts über die Kümpflalm in den Pfanngraben hinunter. Durch den Pfanngraben geht es in westlicher Richtung zur Valepp. Nun folgt man dieser rechtshaltend vorbei an der Albert-Link-Hütte nach Norden und zurück nach Spitzingsee.
  • Über den Miesingsattel und die Kleintiefentalalm (3 ½ Stunden): Wie bei der Variante durch den Pfanngraben steigt man vom Rotwandhaus in östlicher Richtung zur Kümpflscharte hinunter. Am Sattel wendet man sich nach links, quert an der Ostflanke der Rotwand vorbei und erreicht in einem Gegenanstieg den Miesingsattel (1704 m). Wir lassen den Hochmiesing rechts liegen und steigen zur Kleintiefentalalm (1555 m) hinunter und zum Taubensteinhaus (1567 m) hinauf. Vom Taubensteinhaus erreichen wir innerhalb von 5 Minuten in westlicher Richtung Taubensteinsattel (1592 m). Von dort geht es über die ehemalige Piste des Oberen Lochgrabens (Wegweiser „Spitzingsee Ort“) hinunter zu einem Querweg. Nun biegen wir scharf links ab und folgen dem breiten Querweg immer geradeaus zur Schwarzenkopfhütte und von dieser weiter über den Berggasthof Igler zurück zum Aufstiegsweg.

Als Skitour: Im Winter wird die Rotwand im Rahmen der Rotwand Reibn begangen.

Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeit:
Rotwandhaus (1737 m), DAV Sektion Turner-Alpenkränzchen, Tel.: +49 (0)8026/7683, ganzjährig geöffnet. Betriebsferien von Mitte November bis 24. Dezember.


  Höhe Gehzeit Gesamt Ziel
1085 m - 1737 m + 2:10 2:10 Rotwandhaus
1737 m - 1884 m + 0:20 2:30 Rotwand
1884 m - 1737 m + 0:15 2:45 Rotwandhaus
1737 m - 1085 m + 1:30 4:15 Spitzingsee

Autor: Didi Hackl
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