Mangfallgebirge

Hinteres Sonnwendjoch (1986 m)

Hinteres Sonnwendjoch
Aufstieg 2:00 h Abstieg 1:30 h
2
660 Höhenmeter
Tourbeschreibung Druckversion
Bilder (42) Gipfelbuch (12)
Karte GPS-Track

Ackernalm (1330 m) - Steinerkaseralm (1540 m) - Hinteres Sonnwendjoch (1986 m)

Charakter: Leichte bis mittelschwierige Bergwanderung, die über einen geteerten Fahrweg, über breite Forstwege und steile Wiesenpfade führt. Unterhalb des Gipfels gilt es in einem Latschengürtel eine schrofige Passage zu überwinden. Die Wege im Gipfelbereich sind schottrig und verlangen Trittsicherheit.

Anfahrt: Autobahn München - Salzburg, Ausfahrt Weyarn. Der B 307 über Weyarn, Miesbach und Schliersee bis nach Bayrischzell folgen. In Bayrischzell rechts Richtung Thiersee abbiegen, über den Ursprungpass fahren und 3,8 Kilometer nach der Staatsgrenze rechts zur Ackernalm abbiegen (4 Euro Mautgebühr, Stand 2015. Die Mautgebühr ist am Automaten mit Münzen zu bezahlen). Über die schmale Mautstraße zur Ackernalm hinauf fahren und an der Alm das Auto abstellen.

Karte: Kompasskarte 8 - Tegernsee, Schliersee, Wendelstein (1:50 000)

Das Hintere Sonnwendjoch ist der höchste Gipfel des Mangfallgebirges. Der Berg liegt bereits auf tiroler Gebiet und ist als Ziel für eine kurze Wanderung sehr beliebt. Durch die Fahrt über die Mautstraße hinauf zur Ackernalm trennen einen nur noch gut 650 Höhenmeter vom Gipfel des Sonnwendjochs. Vom schönen Aussichtsberg hat man einen ungemein weitreichenden Rundblick auf das Kaisergebirge, zu den Zillertaler Alpen sowie zum Guffert, zum Rofan und zum Karwendel. Besonders schön ist der Blick nach Norden zur benachbarten Rotwand und zum Wendelstein. Bereits an der Ackernalm befindet man sich im freien Gelände und kann einen wunderbaren Ausblick auf das Kaisergebirge genießen. Auf dem weitläufigen Almgelände verbringen über 300 Milchkühe den Sommer. Im Ladenstüberl der Almkäserei kann man nach einer gelungenen Tour noch den selbst hergestellten Käse erwerben.

Aufstieg: Am Parkplatz schlagen wir den geteerten Fahrweg ein, der leicht bergauf an der Hofeinfahrt der Ackernalm vorbei in nordwestlicher Richtung führt (Wegweiser "Hinteres Sonnwendjoch, Valepp"). Der Weg vollzieht kurz darauf einen Rechtsbogen. Gleich nach der Kurve gelangen wir zu einem Abzweig, den wir links liegen lassen. Wir gehen geradeaus weiter und erreichen nach wenigen Minuten das Gebäude der Almkäserei (täglich geöffnet von Mai bis Oktober). Nach der Käserei wendet sich unsere Straße nach einer Linkskurve wieder westwärts. Wir spazieren an den letzten Hütten und an einer Kapelle vorbei und lassen die Almsiedlung der Ackernalm hinter uns. Der breite Fahrweg leitet uns nun in nordwestlicher Richtung über freies Gelände in sanfter Steigung bergauf.

Linker Hand blicken wir zur Bergkette von Veitsberg, Thalerjoch und Frechjoch hinüber. Vor uns zeigt sich bereits die abweisende Nordseite des markanten Guffert. Etwa 30 Minuten, nachdem wir die letzten Gebäude der Ackernalm hinter uns gelassen haben, erreichen wir die Almhütten der Steinerkaseralm. Wir bleiben am geteerten Weg und passieren die kleinen Hütten. Gleich nach der kleinen Siedlung gelangen wir zu einer Verzweigung. An der Kreuzung biegen wir scharf rechts in einen Forstweg ein (Wegweiser "Hinteres Sonnwendjoch, Frommalm"). Der Forstweg leitet uns nun in östlicher Richtung etwas steiler bergauf. Nach knapp 20 Minuten vollzieht der Weg eine scharfe Linkskurve. Gleich nach der Kehre zweigt rechter Hand ein deutlicher unbeschilderter Pfad vom Forstweg ab.

Wir wenden uns nach der Kurve nach rechts und schlagen den kleinen Pfad ein. Nun wandern wir über eine Almwiese weiter bergauf und treffen wenige Minuten später wieder auf den Forstweg. Im Anschluss passieren wir ein Weidegatter und verlassen gleich danach den Forstweg nach links (Wegweiser "Hinteres Sonnwendjoch"). Der teils erodierte Wiesenpfad führt nun deutlich steiler in nordöstlicher Richtung den grasigen Hang empor. Nach einem scharfen Linksknick bringt uns der Weg zu einem Latschenfeld. Dort passieren wir ein Drehkreuz und steigen über einen schrofigen Pfad durch den Latschenwald bergauf. Zum Schluss leitet uns eine felsige Rinne steil zu einer Einsattelung hinauf. Am Sattel überwinden wir bei einem Übertritt einen Stacheldraht.

Nach dem Hindernis wandern wir wenige Meter bergab und über einen grasigen Sattel nordwärts auf den Gipfelaufbau des Sonnwendjochs zu. Am Sattel treffen wir auch auf den Weg, der von der Wildenkaralm herauf führt. Wir gehen weiter geradeaus und steigen im Anschluss leicht linkshaltend die grasige Gipfelflanke hinauf. Gut zehn Minuten später gelangen wir wiederum zu einer Verzweigung. Hier mündet der Anstiegsweg von Valepp in unseren Pfad. Wir gehen über den nun teils mit Stufen ausgebauten Weg weiter geradeaus. Wenig später vollzieht der Pfad einen Rechtsknick. Über den nun deutlich steinigeren Pfad wandern wir durch einigen Latschen hindurch und streben zu guter Letzt dem Gipfel entgegen, den wir zwei Stunden nach Aufbruch an der Ackernalm erreichen.


Beschriftetes Panoramafoto: Ausblick vom Hinteren Sonnwendjoch

Abstieg: Wie Aufstieg.

Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeit:
Ackernalm (1330 m), privat, +43 (0)664/4150580, geöffnet von Mai bis Oktober. Die Alm hat bis Mitternacht geöffnet, am Montag und Mittwoch ist ab 18:00 Uhr geschlossen. Warme Küche gibt es täglich bis 18:00 Uhr.

Höhe Gehzeit Gesamt Ziel
1330 m - 1540 m + 0:40 0:40 Steinerkaseralm
1540 m - 1986 m + 1:20 2:00 Hinteres Sonnwendjoch
1986 m - 1540 m + 1:00 3:00 Steinerkaseralm
1540 m - 1330 m + 0:30 3:30 Ackernalm

Autor: Didi Hackl
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