Staffen (615 m) - Hinhageralm (1010 m) - Wetterfahne (1284 m) - Naringalm (1135 m) - Staffen (615 m)
Insgesamt mittelschwierige Bergwanderung, die zu Beginn über breite Forstwege und später über schmale und teils steinige Pfade führt. Der alternative Abstiegsweg zur Naringalm quert steilere Wiesenhänge und ist bei Schneelage nicht zu empfehlen.
Autobahn München - Innsbruck, Ausfahrt Oberaudorf. Nach der Ausfahrt rechts abbiegen, über die Innbrücke und weiter über Niederndorf, Sebi, Durchholzen und Walchsee nach Kössen fahren. Im Ort an den beiden Kreisverkehren jeweils links Richtung Schleching orientieren. Nach dem Giesswein-Store links abbiegen und über die Staffenbrücke fahren. Nach 800 Metern linker Hand am Wanderparkplatz das Auto abstellen (Parkgebühr 3 Euro, Stand 2025).
Von München Hauptbahnhof mit dem Meridian über Rosenheim nach Kufstein (Fahrplan und Buchung). Weiter mit der Bus-Linie 4030 zur Haltestelle Kössen, Veranstaltungszentrum Kaiserwinkl (zur Fahrplanauskunft). Von der Bushaltestelle in Kössen zu Fuß in 25 Minuten zum Ausgangspunkt.
47.67154700, 12.38824500
Anzeige
Die Wetterfahne im Tiroler Teil der Chiemgauer Alpen wird oft in Verbindung mit der Rudersburg besucht. Aber auch als eigenständiges Gipfelziel hat der Berg seinen Reiz. Gerade in der Übergangszeit, wenn sich an den Nordwänden der Rudersburg noch der Schnee hält, präsentieren sich die südseitigen Hänge der Wetterfahne oft schon schneefrei. Ausgangspunkt unserer kleinen Tour ist der Wanderparkplatz im Kössener Ortsteil Staffen. Die ersten Höhenmeter verbuchen wir über einen Forstweg auf der Habenseite. Nach gut 20 Minuten verlassen wir die breite Trasse und erreichen über kleinere Waldwege die Hinhageralm. Von nun an befinden wir uns im sonnenverwöhnten Gelände und steigen über Wiesenhänge zum kuppigen Bergrücken der Wetterfahne hinauf. Um in den Genuss einer Rundtour zu kommen, wählen wir den alternativen Abstieg über die Naringalm. Der direkte Abstiegsweg ist bei Schnee und Eis allerdings nicht empfehlenswert, da er steilere Wiesenhänge quert. Von der Naringalm, die zur Weidesaison bei Schönwetter Getränke und Brotzeiten anbietet, geht es auf dem Fahrweg wieder hinunter nach Staffen.
Gegenüber des Parkplatzes Waltlhof in Staffen (615 m) bei Kössen beginnt der beschilderte Anstiegsweg zur Rudersburg und zur Wetterfahne. Wir folgen dem zu Beginn geteerten Weg nordwestwärts. Nach einer Rechtskurve wird die asphaltierte Fahrbahn von einem Forstweg abgelöst. In moderater Steigung wandern wir durch den lichten Bergwald in nordöstlicher Grundrichtung aufwärts. Nach einer guten Viertelstunde bringt uns der kurvige Weg in einem Linksbogen zu einer Verzweigung. Hier wenden wir uns nach links (Wegweiser „Rudersburg, Naringalm“) und gelangen 5 Minuten später nach einer sanften Rechtskurve zu einem nächsten beschilderten Abzweig. Nun verlassen wir die Forststraße rechtshaltend (Wegweiser „Rudersburg über Wetterfahne“) und folgen einem Waldweg in nördlicher Richtung bergauf.
Nach einer Links- und einer Rechtskurve leitet uns der Waldweg zu einem Karrenweg. Wir biegen rechts in diesen ein und folgen ihm steil bergauf. Nach der Rampe vollzieht der Weg einen Linksbogen und wird etwas schmäler. Wir queren einen bewaldeten Hang und steigen nach einem Linksknick durch einen Hohlweg wieder steiler bergauf. Wenig später vollzieht unser Weg eine Rechtskurve und führt uns weiterhin steil durch den Bergwald aufwärts. Sobald sich das Gelände wieder zurücklehnt, queren wir einen Hang und kommen nach einem Linksbogen zum Waldrand. Dort schlüpfen wir durch ein Drehkreuz, orientieren uns nach rechts und überqueren einen Bachgraben. Dann wenden wir uns nach links und folgen einem steinigen Pfad parallel zum Graben zur Hinhageralm (1010 m) hinauf.
Das Almgebäude lassen wir links liegen und steuern auf einen Schilderbaum zu, der inmitten einer grasigen Hochfläche thront. Dort wenden wir uns scharf nach rechts und wandern auf einem kleinen Pfad in nordöstlicher Richtung aufwärts. Auf eine längere Gerade folgen zwei kurze Kehren, die uns zu einer Rastbank bringen. Vor dieser halten wir uns links und steuern auf einen Querweg zu. Den Karrenweg überqueren wir und setzen unseren Anstieg auf dem kleinen Pfad fort. Der kleine Weg vollzieht gleich darauf einen Rechtsknick und führt uns in nordöstlicher Richtung bergauf. Nach zwei weiteren Kehren überwinden wir eine an einer felsigen Passage ein paar hölzerne Stufen und treffen kurz darauf einen Waldrand. Auch hier steigen wir über hölzerne Stufen sowie über Wurzelwerk hinweg.
Dann touchieren wir das Waldstück und erreichen den Bergrücken der Wetterfahne. Hier erblicken wir mit dem Hochgern, dem Gurnwandkopf und dem Sonntagshorn einige prominente Vertreter der Chiemgauer Alpen. Nun orientieren wir uns nach links und wandern auf der linken Seite des Rückens weiter aufwärts. Über das kuppige Wiesengelände streifen wir ein weiteres Waldstück und kommen dort zum beschilderten Abzweig Richtung Naringalm. Diesen merken wir uns für später, halten uns aber erst einmal schräg rechts und steuern auf den Gipfel der Wetterfahne zu. Am Fuße der grasigen Kuppe weichen wir nach rechts aus und steigen dann linkshaltend über einen steinigen Pfad zum Kammverlauf empor. Über seine Nordostseite erklimmen wir schließlich den Gipfel der Wetterfahne (1284 m, 2 Stunden ab Staffen).
Vom Wiesengipfel kehren wir auf dem Hinweg zum Abzweig Richtung Naringalm zurück. Für den alternativen Abstieg über die Naringalm (nicht bei Schnee oder Eis!) wenden wir uns scharf nach rechts und gehen in ein lichtes Waldstück hinein. Auf dem flachen und kurzzeitig leicht ansteigenden Pfad wandern wir südwestwärts. Sobald wir die Bäume hinter uns gelassen haben, erblicken wir unter uns bereits die Naringalm. In der Folgezeit queren wir einen steileren Wiesenhang und steigen zur Naringalm (1135 m) hinunter (30 Minuten ab der Wetterfahne). Am Almgebäude biegen wir scharf links in den breiten Fahrweg ein, der uns in östlicher Richtung bergab leitet. Kurz vor der Hinhageralm treffen wir auf eine beschilderte Verzweigung. Für den Abstieg über den Fahrweg wenden wir uns scharf nach links und bleiben in der Folgezeit stets auf der kurvigen Fahrbahn, die uns nach Staffen hinunter bringt (1 ¼ Stunden ab der Naringalm).
Wer nicht durchgängig auf dem Fahrweg absteigen möchte, kann am Abzweig vor der Hinhageralm geradeaus weiter gehen. In diesem Fall trifft man wenig später auf der Wiesenfläche wieder auf den Aufstiegsweg und kehrt über diesen nach Staffen zurück.
Naringalm (1135 m), Tel. +43 (0)664 3602911. Geöffnet bei Schönwetter von Mitte Juli bis September. Davor und danach ist die Alm sporadisch offen und man sollte sich vorab nach den Öffnungszeiten erkundigen.
| Höhe | Gehzeit | Gesamt | Ziel | ||
|---|---|---|---|---|---|
| 615 m | - 1010 m | + 1:15 | 1:15 | Hinhageralm | |
| 1010 m | - 1284 m | + 0:45 | 2:00 | Wetterfahne | |
| 1284 m | - 1135 m | + 0:30 | 2:30 | Naringalm | |
| 1135 m | - 615 m | + 1:15 | 3:45 | Staffen | |