Ettenhausen (620 m) - Wuhrsteinalm (1120 m) - Wirtsalm (1430 m) - Geigelstein (1808 m) - Rossalm (1681 m) - Haidenholzalm (1340 m) - Ettenhausen (620 m)
Insgesamt mittelschwierige Bergwanderung, die über breite Alm- und Forstwege sowie schmale und steinige Pfade führt. Im Gipfelbereich wartet in den Latschengassen ein grobschottriger Untergrund. Während des Abstiegs vom Gipfel gibt es kurze, felsige Steilstufen. Für die beschriebene Rundtour ist Trittsicherheit notwendig.
Über die Autobahn München - Salzburg zur Ausfahrt Grabenstätt. Nach der Ausfahrt Richtung Reit im Winkl orientieren und nach Marquartstein fahren. Am Ortsende von Marquartstein rechts Richtung Schleching und Kössen halten. Durch Mettenham und Schleching hindurchfahren und nach Schleching rechts Richtung Ettenhausen abbiegen. Der Schlechinger Straße und später der Geigelsteinstraße bis zum Parkplatz an der Geigelsteinbahn folgen (Tagesticket 5 Euro, Stand 2026).
Mit dem Meridian Richtung Salzburg von München Hauptbahnhof über Rosenheim nach Übersee. Von Übersee mit der Bus-Linie 9509 Richtung Reit im Winkl zur Haltestelle Ettenhausen, Schleching (Fahrplan und Buchung). Von der Bushaltestelle zu Fuß in 15 Minuten über die Geigelsteinstraße zum Geigelsteinparkplatz (900 Meter in einfacher Richtung und 50 Höhenmeter zusätzlich).
47.70388200, 12.37880800
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Bis in die 2000er-Jahre hinein prägte ein Sessellift das Bild an der Wuhrsteinalm. Davor gab es sogar einen Plan, Schleching und Sachrang mit einer Skischaukel zu verbinden. Nach massivem Widerstand durch eine Bürgerinitiative wurde das Vorhaben verhindert. 1991 wurde der Geigelstein zum Naturschutzgebiet erklärt. Die Liftanlagen des ehemaligen Skigebiets wurden nach dem Ende des Betriebs abgebaut.
Heute sind an der Wuhrsteinalm Wanderer und Mountainbiker unter sich. Wer sich also vom Schlechinger Ortsteil Ettenhausen zum Geigelstein aufmacht, der muss 1200 Höhenmeter aus eigener Wadenkraft überwinden. Oberhalb der Wuhrsteinalm wartet auf dieser Route die Wirtsalm. Hier gibt es zur Weidesaison Getränke und am Wochenende auch Brotzeiten und hausgemachten Kuchen zu kaufen.
Wer vom Geigelstein nicht den gleichen Weg zurücklaufen möchte, dem sei die Rundtour über die Rossalm und die Haidenholzalm empfohlen. Besonders der Übergang zur Rossalm, die als höchstgelegene Alm im gesamten Chiemgau gilt, ist landschaftlich ungemein reizvoll. Von der Haidenholzalm führt ein Fahrweg hinunter nach Ettenhausen. Alternativ kann man auch den Schwenker über die Blasialm wählen und so den Forstweganteil ein klein wenig verringern.
Vom 1. April bis 31. Mai ist der Weg vom Geigelstein zur Rossalm aus Naturschutzgründen gesperrt. Zu dieser Zeit bitte auf diese beschriebene Abstiegsroute verzichten und wieder über die Wuhrsteinalm nach Ettenhausen zurückkehren.
Vom Parkplatz Ettenhausen (620 m) gehen wir zurück zur Geigelsteinstraße, wenden uns nach links und wandern in den Bergwald hinein. Nach einer Brücke treffen wir auf einen Forstweg und halten unsere Grundrichtung bei. Im Anschluss leitet uns der Weg über den Schneiderhanggraben und nach einer Linkskurve zu einer Verzweigung. Hier ignorieren wir den Abzweig zur Haidenholzalm und gehen geradeaus weiter. Der breite Forstweg wird nun steiler und schlängelt sich im Wald bergauf. An einer ersten Lichtung können wir einen Blick auf die Berge am Rande des Achentals sowie auf den Geigelstein werfen. Nach der Lichtung tauchen wir wieder in den schattigen Bergwald ein.
Kurz darauf ziehen sich die Bäume erneut zurück und wir passieren die Gschwendalm. Über der Gschwendalm erhebt sich der markante Breitenstein. Nach der Alm bewegen wir uns im nur mehr lichten Wald und gewinnen in weiteren Serpentinen die nächsten Höhenmeter. Nach einem Gatter lassen wir den Abzweig zum Berghotel Breitenstein links liegen. Im Anschluss leitet uns der breite Forstweg in einem Linksbogen an der Uhlalm vorbei. Wir lassen nun den Bergwald endgültig hinter uns und streben in südwestlicher Richtung auf den Breitenstein zu. Wenig später kommen die ersten Gebäude der Wuhrsteinalm in Sicht. Der Weg schlängelt sich nun in Kehren zwischen den Kasern hindurch.
Nach einer Rastbank kommen wir an der Wuhrsteinalm (1120 m) vorbei und treffen im Anschluss auf eine beschilderte Verzweigung. An dieser Stelle gehen wir weiter geradeaus und passieren ein letztes Gebäude. Wir lassen die Hütten der Wuhrsteinalm nun hinter uns und folgen dem Karrenweg in nordwestlicher Richtung weiter bergauf. Der schottrige Weg schraubt sich zwischen dem Stubeckrücken im Norden und dem Breitenstein im Süden zügig bergauf. Nach einer Rechtskurve taucht über uns die Wirtsalm auf, die unser nächstes Etappenziel sein wird. In einem Rechtsbogen und einer scharfen Linkskehre gelangen wir schließlich zur urigen Wirtsalm (1430 m), von der wir einen herrlichen Blick auf Achental genießen können.
Für den Weiterweg zum Gipfel gehen wir rechts an der Wirtsalm vorbei und passieren eine Tränke. Gleich nach der Tränke orientieren wir uns leicht nach rechts und peilen eine Hinweistafel an. Direkt an der Tafel verzweigt sich der Weg und wir biegen scharf rechts Richtung Geigelstein ab. In nördlicher Grundrichtung leitet uns ein kleiner, steiniger Pfad in kurzen Serpentinen aufwärts und auf den Geigelstein zu. Sobald wir das Latschengestrüpp erreichen, wendet sich die Route etwas nach links (Nordwesten) und führt uns zu einem Abzweig hinauf. Am Wegweiser, der sich am Fuße eines Felsköpferls befindet, wenden wir uns nach rechts und steuern den Sattel auf der Südwestseite des Geigelsteins an.
Am Gipfelhang treffen wir auf einen Weidezaun und schlüpfen dort an einem Durchlass in den Latschenwald hinein. Der kleine Pfad schlängelt sich in der Folgezeit über den Südwesthang bergauf. Die Latschen geben dabei schon bald den Blick auf das Kaisergebirge frei. In südwestlicher Richtung schauen wir über die Priener Hütte auf das Inntal. Im Westen erhebt sich über der Oberkaseralm und der Mühlhornwand das Mangfallgebirge mit dem Wendelstein. Je höher wir steigen, desto schottriger wird der Untergrund. An einem Grataufschwung weichen wir nach links aus und steigen zu guter Letzt durch eine Latschengasse zum Holzkreuz und zur Gipfelkapelle am Geigelstein (1808 m) hinauf.
Für den Abstieg biegen wir nach der Gipfelkapelle schräg links in eine Latschengasse ein. Mit Blick auf den Rossalpenkopf verlassen wir den Geigelstein in nordwestlicher Richtung. In den Latschen wartet der Steig mit kleineren Felsstufen auf. Das Gestrüpp zieht sich schließlich zurück und wir wandern zur Einsattelung zwischen Geigelstein und Rossalpenkopf hinunter. Dort lassen wir den Abzweig zur Priener Hütte links liegen und gehen geradeaus weiter (Wegweiser „Rossalm, Haidenholzalm“). Der Pfad führt uns in sanfter Steigung zu einem Wiesenbuckel hinauf und wendet sich dort nach rechts. In nordöstlicher Richtung spazieren wir in eine Senke hinab und passieren dort ein Gatter.
Es folgt ein Gegenanstieg, der uns in nordwestlicher Richtung zu einem Wiesenrücken hinaufbringt. Unter uns erblicken wir nun das neu errichtete Gebäude der Rossalm. Der Pfad leitet uns aber erst einmal nach links und zum historischen Hauptgebäude hinunter. Von der Rossalm (1681 m) gehen wir wieder zum neuen Gebäude zurück und wenden uns gleich nach der Hütte nach links. Im Anschluss verlassen wir die Rossalm in nördlicher Richtung und folgen den Markierungsstangen über das sanfte Wiesengelände. Die Route vollzieht schon wenig später einen ausgedehnten Rechtsbogen und führt uns an einer Tränke vorbei. An einem lichten Waldstück treffen wir auf einen Weidezaun.
Diesen überwinden wir an einem Übertritt und schlüpfen kurz darauf an einem weiteren Zaun durch einen Durchlass. Nach wenigen Schritten gabelt sich der Weg und wir wählen den rechten (unteren) Pfad zur Haidenholzalm. Mit einem wunderbaren Blick über das Achental zu den Berchtesgadener Alpen wandern wir entlang der grasigen Südflanke des Weitlahnerkopfs bergab. Nach einem sanften Rechtsbogen erreichen wir den Bergwald und durchstreifen diesen auf einem teilweise steinigen Waldweg. Nach einer Lichtung überwinden wir einen Stacheldraht an einem Übertritt. In der Folgezeit schlängelt sich der kleine Pfad durch den lichten Wald bergab und zur Haidenholzalm (1340 m) hinunter.
An der Haidenholzalm treffen wir auf einen breiten Fahrweg, dem wir talauswärts folgen. Nach einer Linkskurve und einem Rechtsbogen erreichen wir wieder den Bergwald und passieren dort einen Felsblock mit einem Wegweiser. Kurz darauf bringt uns der Forstweg zu einem zweiten Wegweiser. Ab hier gibt es zwei Möglichkeiten:
Entweder man folgt der Beschilderung zum Parkplatz Geigelstein, geht geradeaus weiter und folgt dem Forstweg in südöstlicher Richtung. Nach drei Kehren treffen wir auf den Weg von der Blasialm, wenden uns nach rechts und kehren in südlicher Richtung zur Aufstiegsroute zurück. Hier geht es nach links und retour zum Ausgangspunkt.
Alternativ biegen wir am Wegweiser unterhalb der Haidenholzalm scharf links Richtung Blasialm ab und folgen dem Pfad hinunter zur Schusterbauer-Gschwend-Alm. Bei der Alm stoßen wir auf einen Forstweg, dem wir in nordöstlicher Richtung abwärts folgen. Noch vor der Blasialm wenden wir uns nach rechts, überqueren den Alpbach und folgen dem kurvigen Forstweg südostwärts, bis wir auf den Forstweg von der Haidenholzalm treffen. Nun halten wir die Grundrichtung bei und gelangen später zurück zur Aufstiegsroute. Zu guter Letzt biegen wir links ab und kehren zum Parkplatz Geigelstein (620 m) in Ettenhausen zurück.
| Höhe | Gehzeit | Gesamt | Ziel | ||
|---|---|---|---|---|---|
| 620 m | - 1120 m | + 1:15 | 1:15 | Wuhrsteinalm | |
| 1120 m | - 1430 m | + 0:45 | 2:00 | Wirtsalm | |
| 1430 m | - 1808 m | + 1:30 | 3:30 | Geigelstein | |
| 1808 m | - 1683 m | + 0:45 | 4:15 | Rossalm | |
| 1683 m | - 1340 m | + 0:40 | 4:55 | Haidenholzalm | |
| 1340 m | - 620 m | + 1:35 | 6:30 | Ettenhausen Geigelsteinparkplatz | |