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  Wettersteingebirge

Hochwanner (2744 m) aus dem Gaistal

T4 - Alpinwanderweg T4
Aufstiegszeit
4:15 h
Abstiegszeit
4:45 h
Strecke
21,1 km
Höchster Punkt
2744 m
Höhenmeter
1570 m
Höhenmeter
1570 m

Zum Hochwanner im Wettersteingebirge

Tourenbericht von Tom Lindner
Datum der Tour:  19.08.2018

Wegverlauf:

Parkplatz Salzbach (1240 m) - Hochwanner (2744 m) - Steinernes Hüttl (1925 m) - Tillfussalm (1382 m) - Gaistalalm (1366 m) - Parkplatz Salzbach (1240 m)

Charakter:

Alpinwanderung mit anspruchsvollen Passagen und einer Kletterstelle im 1. Schwierigkeitsgrad nach UIAA. Der Gipfelanstieg führt teilweise weglos über eine schottrige Rampe. Orientierungssinn, Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sind erforderlich.

Besondere Ausrüstung:

Steinschlaghelm

Anfahrt:

Von Garmisch kommend Mittenwald auf der B2 umfahren und am südlichen Ortsausgang scharf rechts auf die Innsbrucker Straße abbiegen. Nach der Isar links in die Leutascher Straße fahren und der ST 2042 für 14 Kilometer bis Platzl folgen. Dort rechts abbiegen und in Plaik die Leutascher Ache überqueren. Weiter auf der Klamm Straße entlang der Leutascher Ache bis zum Parkplatz Salzbach fahren.

Mit Bus & Bahn:

Mit dem Zug von Garmisch über Mittenwald nach Seefeld in Tirol fahren (Fahrplan und Buchung) und von dort weiter mit dem Bus 430/431 nach Gaistal-Salzbach (zur Fahrplanauskunft).

Koordinaten des Ausgangspunkts:

47.36538649, 11.09368086

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Karte:

Tourenbeschreibung:

Mitten im Wettersteingebirge, auf dem Grenzkamm zwischen Deutschland und Österreich, befindet sich der Gipfel des Hochwanners. Mit seinen 2744 Metern gilt er nach der Zugspitze als zweithöchster Berg Deutschlands. Seine Nordwände ragen 1500 m hoch aus dem Reintal und sind nur den Spezialisten unter den Kletterern vorbehalten. Bei weitem nicht so schwer ist der Anstieg aus dem österreichischen Gaistal über den Normalweg. Aber auch hier ist, zumindest ab dem Mitterjöchl, Orientierungssinn und vor allem Trittsicherheit gefragt. Wer die schottrige Rampe hinter sich gelassen hat, wird mit einer grandiosen Aussicht auf den Jubiläumsgrat und die Gipfel des Wettersteingebirges belohnt.

Aufstieg:

Vorschaubild 1Gemütlich startet unser Tour am Parkplatz Salzbach. Auf dem breiten Fahrweg richten wir uns nach dem Wegweiser zur Rotmoosalm und marschieren nach Westen tiefer in das Gaistal. Wir gewinnen kaum an Höhe und lassen den ersten Abzweig zur Hämmermoosalm rechts liegen. Etwa 10 Minuten später verlassen wir nach Norden den Ganghoferweg und biegen rechts ab. Mittlerweile haben wir schon eine schöne Sicht auf den Predigtstein und den dahinterliegenden Grat mit dem Hochwanner. Nach 100 Metern biegen wir links ab und steigen nach Westen weiter zur Rotmoosalm auf.

Vorschaubild 2Immer noch hält sich die Steigung in Grenzen. Im Westen ist auf der linken Talseite schön die Hochwand zu sehen, die hinter dem Sattel zur Hohen Munde in der Sonne glänzt. Wir passieren ein Tor und überqueren den Leitenbach. Der Weg wird nun zu einem Pfad, bleibt aber recht einfach. Etwa 10 Minuten später treffen wir erneut auf eine Fahrstraße, der wir weiter Richtung beschilderter Rotmoosalm bergauf folgen. Über mehrere Serpentinen schraubt sich die breite Schotterstraße den Berg hinauf. Hinter zwei privaten Hütten dreht die Fahrstraße nach Osten und zieht sich in einem Bogen weiter zur Rotmoosalm hinauf. Wir verlassen aber am Scheitelpunkt, kurz vor einem kleinen Schuppen, den Wirtschaftsweg nach links und wandern nach Westen auf einem Pfad zu dem Sattel hinauf, der den Predigtstein mit dem Hauptkamm des Wettersteingebirges verbindet.

Vorschaubild 3Von dem kleinen Sattel startet nach Süden der Weg zum Gipfel des Predigtsteins. Wir halten uns aber nach Norden und marschieren in einem weiten Bogen nach Westen zum Mitterjöchl, das in etwa auf der gleichen Höhe wie der Sattel liegt. Dort angekommen, steigen wir auf der Wiese weglos nach Norden auf. Im oberen Bereich wird das Gelände immer steiniger. Wir orientieren uns, der Kante folgend, ein wenig nach rechts und steigen dann, durch allerlei Schotter, wieder direkt nach Norden auf einen flachen Kamin zu.

Vorschaubild 4Etwa 15 Meter klettern wir im 1. Schwierigkeitsgrad nach UIAA durch den Kamin aufwärts. Technisch schwierig ist es nicht, aufgrund des vielen losen Gesteins ist man aber dennoch froh, wenn man seinen Kopf durch einen Steinschlaghelm schützen kann. Oben angekommen, halten wir uns rechts und wandern durch schrofiges Gelände auf die Südrampe des Hochwanners zu. Mal mehr, mal weniger Steinmännchen sowie Trittspuren deuten stellenweise einen Weg an. In der Rampe können wir rechts eine Rinne ausmachen, in der wir gut aufsteigen können. Im oberen Bereich, es wird zunehmend steiler, verlassen wir nach rechts die Rinne und queren zu dem östlich von uns liegenden Grat. Diesem nach Nordosten folgend steigen wir durch steiles, unangenehm brösliges Gelände weiter bis zum Gipfelkreuz des Hochwanners auf.

Vorschaubild 5Wir sind froh, dass wir die Schotterfelder hinter uns gelassen haben und genießen die Aussicht. Im Süden, jenseits des Gaistals, prägen die Hohe Munde und die Hohe Wand die Aussicht. Weiter nach Westen folgen in der Mieminger Kette die Hochwand und der Hochplattig. In Richtung Ehrwald schließt die Sonnenspitze die Kette ab. Im Nordwesten präsentiert sich die Zugspitze. Weiter nach Norden ist wunderschön der legendäre Jubiläumsgrat zu sehen. Von ihm trennt uns das Reintal. 1500 Meter stürzen sich hier die Nordwände des Hochwanner nahezu senkrecht in die Tiefe.

Abstieg:

Vorschaubild 6Zunächst geht es wieder durch die Schotterrampe zurück zum Mitterjöchl. Diesmal umgehen wir die Kletterstelle und steigen etwa 50 Meter westlich ab. Das Gelände dort ist aber ebenfalls sehr bröselig, so dass im Nachhinein betrachtet der Abstieg durch den Kamin bequemer gewesen wäre. Am Mitterjöchl halten wir uns rechts nach Westen. Das Steinerne Hüttl ist bereits schön unter dem Joch des Haberlehnkopfes zu sehen. Eine gute Stunde benötigen wir auf dem bequemen Pfad, bis wir die Jausenstation erreichen und unseren Durst mit kühlem Gerstensaft stillen können.

Vorschaubild 7Unterhalb des Steinernen Hüttls setzten wir den Abstieg zurück ins Gaistal fort. Zweimal überqueren wir dabei den Kotbach, bevor wir nach etwa einer Stunde die breite Forststraße erreichen. Wir halten uns links nach Osten und stehen vor der Tillfussalm, die mit einer ausgiebigen Brotzeit lockt. Hinter der Alm setzt sich der Weg im Wald fort. Wieder überqueren wir den Kotbach und erreichen über eine Lichtung 10 Minuten später die Gaistalalm. Hier hat man nochmal die Möglichkeit sich zu stärken. Dann marschieren wir auf dem weitgehend eben verlaufenden Ganghoferweg zurück zum Parkplatz Salzbach.

Einkehr- & Übernachtungsmöglichkeiten:

  • Steinernes Hüttl (1925 m). Geöffnet von Mitte Juni bis Ende September.
  • Tillfussalm (1382 m), Tel. +43 676 610 47 70. Geöffnet von Mitte Mai bis Mitte Oktober - spontaner Ruhetag bei schlechtem Wetter möglich!.
  • Gaistalalm (1366 m), Tel. +43 (0)5214 5190. Geöffnet von Mitte Mai bis Ende Oktober, im Winter von Ende Dezember bis Mitte März. Wetterbedingt kann es zu Änderungen kommen.

Höhe Gehzeit Gesamt Ziel
1240 m- 2744 m+ 4:154:15Hochwanner
2744 m- 1925 m+ 2:006:15Steinernes Hüttl
1925 m- 1382 m+ 1:007:15Tillfussalm
1382 m- 1345 m+ 0:157:30Gaistalalm
1345 m- 1240 m+ 1:309:00Parkplatz Salzbach
Gipfelbuch

★★★★☆
Eintrag von Julian aus Obermenzing

20.10.2025  Haben die Tour am 16.10.25 als Bike & Hike unternommen. Aufstieg und Abstieg allerdings auf identischer...

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