Karwendel

Von Scharnitz zum Hallerangerhaus und zur Hallerangeralm

2
Tourdaten:
Gesamtgehzeit:  5:15 h
925 Höhenmeter
38,3 Kilometer

Bike & Hike von Scharnitz durch das Hinterautal vorbei am Isarursprung zur Kastenalm und weiter zum Hallerangerhaus und zur Hallerangeralm

Charakter: Die Etappe von Scharnitz durch das Hinterautal zur Kastenalm wird mit dem Fahrrad zurückgelegt. Auf der knapp 14 Kilometer langen Strecke werden 300 Höhenmeter überwunden. Für die Befahrung der teils schottrigen Piste reicht ein geländegängiges Fahrrad (z. B. Trekkingrad oder Crossbike), die Weiterfahrt von der Kastenalm zum Hallerangerhaus ist nur mit einem Mountainbike möglich. Zu Beginn der Radtour wartet eine steilere Steigung, der weitere Weg vorbei am Isarursprung zur Kastenalm ist nur moderat steil. Der Anstieg zu Fuß zum Hallerangerhaus wartet mit keinerlei technischen Schwierigkeiten auf und erfolgt über Forstwege. Gleich nach der Kastenalm und kurz vor dem Hallerangerhaus und der Hallerangeralm ist der Weg sehr steil. Ohne Fahrradunterstützung würde die beschriebene Tour 9 ½ Stunden dauern (5 Stunden für den Aufstieg, 4 ½ Stunden für den Abstieg).

Anfahrt: Autobahn München - Garmisch und nach dem Autobahnende weiter der B 2 über Oberau und Partenkirchen nach Mittenwald folgen. An Mittenwald vorbei und über die Landesgrenze bis nach Scharnitz fahren. Direkt vor der Kirche links in die Hinterautalstraße Richtung Karwendeltäler abbiegen und nach 400 Metern linker Hand am großen, gebührenpflichtigen Parkplatz das Auto abstellen (6 Euro/Tag, Stand 2018).

Mit der Bahn: Mit der Bahn von München Hauptbahnhof über Garmisch und Mittenwald nach Scharnitz (Fahrplan und Buchung). Vom Bahnhof über die Bahnhofstraße, die Innsbrucker Straße und die Hinterautalstraße zum Ausgangspunkt (850 Meter).

Geo-Koordinaten des Ausgangspunkts:
47.385436, 11.267862 (in Google Maps öffnen)

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Egal aus welcher Himmelrichtung man startet, die Wege zum Hallerangerhaus und zur Hallerangeralm im Karwendel sind lang. Seitdem das Halltal für den öffentlichen Verkehr gesperrt wurde, muss man für den kürzesten Weg ohne Aufstiegshilfen etwa 5 Stunden einplanen. Wer möglichst schnell zum Halleranger hinauf möchte, der wählt das Fahrrad als Unterstützung und radelt von Scharnitz durch das Hinterautal und vorbei am Isarursprung zur Kastenalm. Dieser Wegabschnitt, der sich mit der ersten Isarradweg-Etappe deckt, lässt sich auch ohne Mountainbike bewältigen. Bis zur Kastenalm reicht ein normales geländegängiges Fahrrad, wie z. B. ein Trekkingrad oder ein Crossbike. Ab der Kastenalm ist für den Freizeitradler Schluss. Geübte Mountainbiker fahren von hier über den teils knackig steilen Weg direkt weiter zum Halleranger. Alle anderen lassen am Fahrradparkplatz der Kastenalm ihr Rad stehen und machen sich zu Fuß auf Richtung Hallerangerhaus und Hallerangeralm.

Mit dem Fahrrad zur Kastenalm (1 ½ Stunden): Am großen Parkplatz in Scharnitz (970 m) folgen wir der Beschilderung des Isarradwegs und radeln über den Auweg nordostwärts. Nach einem langgezogenen Rechtsbogen kommen wir zu Hinterautalstraße, biegen links ab und überqueren die Isar. Nach der Brücke gelangen wir zu einer großen Infotafel, fahren geradeaus weiter und somit ins Hinterautal hinein. Über die geteerte Straße meistern wir einen steileren Anstieg und erreichen nach einer kurzen Abfahrt die Karwendelbrücke. Nun überqueren wir den Karwendelbach und erreichen wenig später oberhalb des Gasthofs Wiesenhof eine Weggabelung. An der Verzweigung wählen wir den rechten (unteren) Weg Richtung Hallerangerhaus, Isarursprung, Pfeishütte und Kastenalm.

Am Gasthof Wiesenhof endet auch die asphaltierte Straße und wir setzen die Fahrt über einen breiten Forstweg fort. Ein weiterer Anstieg bringt uns durch den Bergwald hinauf zur Gleirschhöhe. Hier können wir an einem Aussichtspunkt einen herrlichen Blick auf die tief unter uns liegende Isar werfen. Von der Gleirschhöhe folgt ein weiterer moderater Anstieg, der uns tiefer ins Hinterautal hinein bringt. Schließlich öffnet sich vor uns das Tal und wir fahren in einer zügigen Abfahrt hinunter zur Isar. Durch die Abfahrt verlieren wir etwa 50 Höhenmeter. Direkt am Ufer des Flusses bleibend radeln wir weiter ostwärts und wir lassen später eine Brücke, die über die Isar führt, rechts liegen. Danach passieren wir einen hölzernen Stadel und kommen an einigen Kiesbänken mit unzähligen Steinmännern vorbei.

Wenig später überqueren wir den Ödkarbach und radeln durch das enger werdene Hinterautal weiter zum Isarursprung (1165 m). Dort lohnt es sich eine Pause einzulegen und den Isarquellen einen Besuch abzustatten. Am östlichen Ende des umzäunten Areals zeigt ein Schlild den Einstieg zum Quellenweg. Ein kleiner Pfad leitet uns durch Gestrüpp und entlang der jungen Isar zu den Quellen. Nach 20 Minuten sind wir wieder zurück am Fahrrad und setzen unsere Reise Richtung Kastenalm fort. Für einen kurzen Abschnitt wird der Weg deutlich schottriger und wir passieren einige aufgeschüttete Kieshügel. Danach wird der Untergrund wieder besser zu fahren und wir erreichen das Radldepot vor der Kastenalm (je nach Tempo 1 bis 1 ½ Stunden Fahrtzeit). Hier schließen wir unser Fahrrad ab und spazieren innerhalb von 5 Minuten zur bewirtschafteten Kastenalm (1220 m).

Aufstieg zum Hallerangerhaus (1 ¾ Stunden): Nach einer Stärkung kehren wir von der Kastenalm zurück zum Radldepot und wenden uns nach links. Im Anschluss folgen wir dem Forstweg Richtung Hallerangeralm und Hallerangerhaus und überqueren den Lafatscher Bach. Gleich nach der Brücke wendet sich der Weg nach links und leitet uns in südöstlicher Richtung steil bergauf. Nach 20 Minuten passieren wir einen Wasserfall und nach weiteren 20 Minuten treffen wir am Kohlerwald auf einen Querweg (1490 m). An dieser Kreuzung haben wir die steilste Steigung hinter uns gebracht. Wir wenden uns nach links und folgen dem nun deutlich flacheren Weg parallel zum Lafatscher Bach ostwärts. Nach 10 Minuten überqueren wir den Bach an einer kleinen Holzbrücke und steigen im Anschluss in Kehren wieder etwas steiler bergauf.

Vor uns weitet sich nun das Tal und wir erreichen den Lafatscher Niederleger (1577 m) mit seiner urigen, kleinen Holzhütte und einer Stallung. Im Anschluss spazieren wir weiter südostwärts, passieren ein kurzes, lichtes Waldstück und gelangen zu den weiten Almflächen der Kohleralm. Vor uns erhebt sich die imposante Speckkarspitze mit ihrer abweisenden Nordwand. Schließlich erreichen wir auf den geräumigen Wiesenflächen eine Verzweigung. Nach links würde man innerhalb von 15 Minuten die Hallerangeralm (1771 m) erreichen und nach rechts in der gleichen Zeit das Hallerangerhaus (1768 m). Beide Wege sind noch einmal steil und enden schließlich direkt an der jeweiligen Hütte. Vom Hallerangerhaus erreicht man innerhalb von gut 5 Minuten über einen Karrenweg durch ein lichtes Waldstück, in einem kurzen Abstieg und einen Gegenanstieg die Hallerangeralm.

Abstieg (1 ¼ Stunden) & Abfahrt (45 Minuten): Der Abstieg zur Kastenalm und die Abfahrt nach Scharnitz erfolgen auf dem uns bekannten Weg. Bei der Rückfahrt gilt es vor der Gleirschhöhe einen Gegenanstieg von 50 Höhenmetern zu meistern.

Weitere Infos: MTB-Tour zum Hallerangerhaus auf mtbsepp.de

Einkehrmöglichkeit:
  • Kastenalm (1222 m), privat, Tel. +43 (0)664/5316796. Geöffnet je nach Witterung von Anfang Juni bis Ende September.

Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeit:
  • Hallerangerhaus (1768 m), DAV Sektion Schwaben, Tel. +43 (0)720/347 028. Geöffnet von Anfang Juni bis Mitte Oktober.
  • Hallerangeralm (1771 m), privat, Tel. +43 (0)664/10 55 955. Geöffnet von Anfang Juni bis Mitte Oktober.

  Höhe Gehzeit Gesamt Ziel
970 m - 1222 m + 1:30 1:30 Kastenalm (mit dem Fahrrad)
1222 m - 1771 m + 1:45 3:15 Hallerangeralm
1771 m - 1222 m + 1:15 4:30 Kastenalm
1222 m - 970 m + 0:45 5:15 Scharnitz (mit dem Fahrrad)

Autor: Didi Hackl
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