Berchtesgadener Alpen

Der Hintersee und der Zauberwald bei Berchtesgaden

1
Tourdaten:
Gesamtgehzeit:  1:45 h
180 Höhenmeter
4,8 Kilometer

Parkplatz P4 Hintersee (780 m) - Zauberwald Kiosk (775 m) - Wartstein (893 m)

Charakter: Weitgehend leichte Wanderung bei der knapp 5 km zurückgelegt werden müssen. Der Weg durch den Zauberwald führt zum Teil über Stufen. Vorsicht mit kleinen Kindern am Gipfel des Wartsteins! An der steilen Südwand besteht bei unachtsamen Erkundungstouren Absturzgefahr!

Anfahrt: Von Salzburg kommend die Autobahn A8 München/Salzburg an der Ausfahrt 115 bei Piding verlassen und weiter auf der B21 über Bad Reichenhall und Baumgarten nach Unterjettenberg fahren. Dort links auf die B305 abbiegen. Nach 6,3 km rechts auf die Alte Reichenhaller Str. und knapp 3 km später rechts auf die Triebenbachstraße abbiegen. Der Straße bis zum Parkplatz Hintersee am westlichen Ufer des Hintersees folgen und dort am gebührenpflichtigen Parkplatz parken.

Mit Bus & Bahn: Mit der Bahn nach Berchtesgaden (Fahrplan und Buchung). Vom Bahnhof Berchtesgaden weiter mit dem Bus 846 bis zur Endhaltestelle Hintersee, Ramsau b. Berchtesgaden. Mit dem Bayern-Ticket fahren bis zu 5 Personen für 26 Euro + 8 Euro je Mitfahrer zum Hintersee.

Geo-Koordinaten des Ausgangspunkts:
47.604275, 12.849648 (in Google Maps öffnen)

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Eingebettet zwischen der Reiteralpe und dem Hochkalter liegt mitten in den Berchtesgadener Alpen der türkisblaue Hintersee. Ein Stück weiter östlich schließt sich entlang der Ramsauer Ache der Zauberwald an. Märchenhaft schön schlängelt sich dort die Ache durch den Wald und an den zahlreichen Felsen vorbei, die hier vor über 3500 Jahren nach einem Felssturz zum Liegen gekommen sind. Wir umrunden auf unserer kleinen, aber feinen Tour den Alpensee und statten nach dem Besuch des Zauberwalds noch dem Wartstein einen Besuch ab. Entlang des Nordufers spazieren wir anschließend, vorbei an einzigartigen Felsinseln, zurück zum Ausgangort.

Wegverlauf: Vom Parkplatz starten wir nach Südosten unsere Runde um den See. Sofort hat uns die märchenhafte Landschaft in ihren Bann gezogen. Malerisch glitzern die stehenden und fließenden Gewässer rechts von uns in der Sonne. Links befindet sich der türkisblaue See, der hier in Ufernähe nur wenige cm tief ist. Nach ein paar Minuten treffen wir auf die Hinterseer Straße. Links der Straße können wir auf einem kleinen Weg weiter entlang des Ufers spazieren. Auf der anderen Seeseite ragen, ein Stück hinter den Gasthäusern steil die Felswände der Reiteralpe in die Höhe. Nach etwa 15 Minuten haben wir den Abfluss des Hintersees erreicht. Ein Stück dahinter vereinigen sich Sillerbach und Klausbach zur Ramsauer Ache.

Wir halten uns links und überqueren auf einer Brücke den Sillerbach. Am Kiosk, das mit einer Stärkung und kühlen Getränken lockt, biegen wir rechts ab und betreten den märchenhaften Zauberwald. Eine Tafel am Wegesrand informiert uns über den Felssturz und die Entstehung des Areals. Nach wenigen Minuten haben wir die Ramsauer Ache erreicht. Moosbewachsene Felsen jeglicher Größe werden hier vom kristallklaren Wasser des Gebirgsbachs umspült. Holzbrücken und Stege erleichtern uns das Vorankommen in unmittelbarer Ufernähe. Hinter jeder Ecke kann man neues entdecken. Die Wurzeln der Bäume klammern sich an die Felsbrocken und überspannen dabei sogar den Weg. Im unteren Bereich wird es ein wenig flacher und wir gönnen uns vor einer Brücke eine kleine Pause.

Gestärkt halten wir uns anschließend noch vor der Brücke scharf links. Der breite Weg steigt nun an und führt uns durch den Wald zur alten Hinterseer Straße. Dort biegen wir links ab und spazieren nun eben weiter nach Westen. Die Abzweige nach links ignorieren wir. Nachdem wir die Wiesen vor dem Seeufer erreicht haben, zweigt nach rechts der Weg zum Wartstein ab. Nach Nordosten steigen wir nun weiter auf. An einer Wiese halten wir uns rechts und biegen wenig später erneut rechts auf einen Pfad ab. Kurz vor dem Gipfel biegen wir links ab. Wir umrunden eine Felsnase und besuchen die Magdalenengrotte oder auch Magdalenenkapelle, die hier in einer Felsspalte ihren Platz hat. Nach einer Minute des Gedenkens beenden wir die Exkursion und erreichen wenige Minuten später den Gipfel des Wartsteins, der sich ein Stück über der Kapelle befindet.

Neben dem Kriegerdenkmal in Form einer Pyramide, finden wir hier auch ein paar Bänke vor, die zu einer Rast und Brotzeit einladen. Der Ausblick nach Osten reicht links am Watzmann vorbei bis zum Hohen Brett und zum Hohen Göll. Direkt im Süden vor uns bewundern wir die Blaueisspitze und den Hochkalter. Weiter nach rechts im Westen kann man schön einen Blick auf den Hintersee und zum dahinterliegenden Stadelhorn werfen.

Nachdem wir die Aussicht genossen haben, steigen wir auf dem Aufstiegsweg wieder ab. Am See halten wir uns nun rechts und setzen unsere Runde fort. Noch einmal wird es am Ufer malerisch schön. Kleine Felsen bilden Inseln, die einzelne Bäume beheimaten und eine einzigartige Kulisse bilden. Kein Wunder, dass dies auch einer der Lieblingsplätze von Prinzregent Luitpold von Bayern war, wie uns eine Tafel verrät. Weiter am Nordufer entlang erreichen wir ein Gasthaus und ein Café, welche mit allerlei Schmankerl locken. Nach einer kleinen Stärkung wandern wir schließlich weiter gegen den Urzeigersinn um den Hintersee und erreichen wenig später unseren Parkplatz.

Einkehrmöglichkeiten:
  • Am Nordufer des Sees gibt es mehrere Übernachtungs- und Einkehrmöglichkeiten. Am Ostufer befindet sich ein Kiosk, an dem man sich unterwegs stärken kann.

  Höhe Gehzeit Gesamt Ziel
730 m - 775 m + 0:15 0:15 Zauberwald Kiosk
775 m - 893 m + 0:45 1:00 Wartstein
893 m - 780 m + 0:45 1:45 Parkplatz P4 Hintersee

Autor: Tom Lindner
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