Deutschland Chiemgauer Alpen

Hochstaufen (1771 m) über die Steinernen Jäger

Charakter 3
Tourdaten:
Aufstieg Aufstieg:  3:30 Stunden
Abstieg Abstieg:  2:30 Stunden
Höhenmeter 1140 Höhenmeter
Strecke 9,4 Kilometer

Padinger Alm (670 m) - Steinerne Jäger - Reichenhaller Haus (1750 m) - Hochstaufen (1771 m) - Bartlmahd - Padinger Alm (670 m)

Charakter: Insgesamt anspruchsvolle Bergwanderung. Beim Anstieg von der Padinger Alm zum Abzweig an den Steinernen Jägern handelt es sich um eine mittelschwierige Bergwanderung auf größtenteils holprigen Wegen. Der Weiterweg zum Reichenhaller Haus wartet mit einigen Kletterstellen bis I+ nach UIAA und ausgesetzem Gehgelände auf. Der Abstieg über die Bartlmahd ist einfacher als der Aufstieg über die Steinernen Jäger und leitet über steinige Wege und kleine Waldpfade. Für die Besteigung sind Trittsicherheit und Schwindelfreiheit notwendig.

Anfahrt: Autobahn München - Salzburg, Ausfahrt Bad Reichenhall. Nach der Ausfahrt sich am Kreisverkehr Richtung Bad Reichenhall orientieren (B 20) und kurz nach der Saalachbrücke bei der Gabelung leicht rechts Richtung Innsbruck, Lofer und Bad Reichenhall halten. Nach 4,0 km die B 20 nach rechts Richtung Inzell, Karlstein und Kaserne verlassen. An der Ampel rechts abbiegen, die Saalach überqueren, gleich nach der Brücke nochmals rechts abbiegen und der Nonner Straße für 1,1 km folgen. Nach einer Linkskurve rechts abbiegen (Schild "Padinger Alm") und über die schmale Bergstraße zum Parkplatz hinauf fahren.

Mit der Bahn: Mit der Bahn von München nach Freilassing und von dort weiter nach Bad Reichenhall (Fahrplan und Buchung). Vom Bahnhof zu Fuß in 1 Stunde (3 km und 200 Höhenmeter) zum Ausgangspunkt an der Padinger Alm. Mit dem Bayern-Ticket fahren bis zu 5 Personen für 25 Euro + 6 Euro je Mitfahrer nach Bad Reichenhall.

Geo-Koordinaten des Ausgangspunkts:
47.738889, 12.855773 (in Google Maps öffnen)

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Der markante und freistehende Hochstaufen erfreut sich großer Beliebtheit. Neben dem fantastischen Panoramablick sorgt auch das exponiert am Gipfelaufabau thronende Reichenhaller Haus dafür, dass man am schönen Aussichtsberg selten allein unterwegs sein wird. Wer sich Richtung Gipfel aufmacht, der hat mehrere Routen zur Auswahl und kann zwischen einer normalen Bergwanderung, griffigen Bergtouren und einem anspruchsvollen und langen Klettersteig wählen. Für den trittsicheren und schwindelfreien Berggeher bietet die Aufstiegsvariante über die Steinernen Jäger eine kurzweilige Tour mit einigen genussreichen Kraxeleien im festen Fels. Dass der Weg auf einigen Schildern als „Klettersteig“ bezeichnet wird, ist allerdings etwas irreführend. Im Gegensatz zum Pidinger Klettersteig gibt es an den Steinernen Jägern keinerlei Drahtseilsicherungen, sondern nur eine einzige Leiter und in der Folgezeit ausschließlich ungesicherte Klettereien. Sein Klettersteigset kann man für die Steinernen Jäger also getrost zu Hause lassen. Für den Abstieg zurück zur Padinger Alm wählen wir die leichtere Variante über die Bartlmahd.

Aufstieg: Vom Parkplatz an der Padinger Alm folgen wir dem zu Beginn geteerten Fahrweg in nördlicher Richtung in den Bergwald hinein. Nach kurzer Zeit geht die Teerstraße in einen breiten Forstweg über. Wir ignorieren einen ersten Abzweig nach rechts und spazieren geradeaus weiter. In einer lagenzogenen Rechtskurve treffen wir auf eine weitere Verzweigung. Wir folgen der Kurve nach rechts (gelber Wegweiser „Hochstaufen“) und kommen knapp fünf Minuten später zu einer Gabelung. Nun lassen wir den Weg zum Hochstaufen über die Bartlmahd links liegen und biegen rechtshaltend zu den Steinernen Jägern ab (beschildert). Im Anschluss leitet uns der Forstweg in nordöstlicher Richtung sanft bergauf. Nach weiteren zehn Minuten zweigt linker Hand der Steig zu den Steinernen Jägern ab (gelber Wegweiser).

Hier verlassen wir den Forstweg nach links, steigen über einige Stufen hinweg und wandern über einen wurzeligen Pfad durch dichten Bergwald bergauf. Nach gut fünf Minuten treffen wir auf einen Querweg und wenden uns nach links (Wegweiser „Reichenhaller Haus, Hochstaufen, Klettersteig“). Der Waldweg führt uns kurz nordwärts, vollzieht dann einen Rechtsknick und überquert einen Karrenweg. Die nordöstliche Grundrichtung beibehaltend leitet uns der teilweise mit Stufen ausgebaute Pfad in vielen Kehren über die bewaldeten Hänge aufwärts. Je höher wir steigen, desto steiniger und ruppiger wird der bestens markierte Weg. Auf einer Höhe von 1240 Metern wendet sich der Weg Richtung Nordwesten und bringt uns zu einer kleinen Lichtung.

Nach der Lichtung durchstreifen wir ein weiteres Waldstück und steigen dann in einem Rechtsbogen zum Kammverlauf des Staufens hinauf. Dort angelangt wenden wir uns nach links und kommen zu einer Verzweigung. An der Verzweigung halten wir uns leicht links (Wegweiser „Hochstaufen über Steinerne Jäger“) und folgen dem bewaldeten Bergrücken in nordwestlicher Richtung aufwärts. Der wurzelige Waldweg bringt uns zum steinigen Gratverlauf, über den wir weiter an Höhe gewinnen. Schließlich weichen wir auf die linke Seite des Grates aus und gelangen zu einer Leiter mit einer Brücke. Wir steigen die Leiter hinauf, überqueren die Brücke und passieren über einen steinigen Pfad ein Latschenfeld. Der Pfad bringt uns zu einigen schrofigen Steilstufen, über die wir hinweg steigen.

Danach folgt ein etwas längerer Quergang, der uns im sanften Auf und Ab durch die Südflanke des Hochstaufens leitet. In diesem Bereich ist konzentriertes Gehen gefragt, da einige abschüssige Hänge gequert werden. Nach dem Quergang steigen wir leicht rechtshaltend über ein schrofiges Band zu einer Rinne empor. Nun klettern wir über die Felsbarriere hinweg (I+) und steigen im Anschluss eine Rampe hinauf (I). Danach quert der Steig weiter in westlicher Richtung und bringt uns zu einer schrofigen Rinne, die wir durchsteigen. Nach der Rinne führen uns die Markierungen durch eine Latschengasse. Im Anschluss orientieren wir uns nach leicht rechts und steigen und kraxeln zügig und nah an am Gratausläufer bleibend über Schrofen aufwärts (teils anhaltend I).

Knapp unterhalb des Gratverlaufs wendet sich der Steig nach links (großer roter Pfeil) und quert in westlicher Richtung in die Südflanke hinein. Ein felsiger Steig leitet uns zumeist im Gehgelände und von kleineren Kraxeleien unterbrochen in moderater Steigung zu einer Höhle hinauf. Vor dem Höheneingang orientieren wir uns nach links, quetschen uns an einem großen Felsblock vorbei und klettern im Anschluss eine schrofige Rampe empor (I). Am oberen Ende wenden wir uns nach links und erreichen den Gratverlauf. Wir gehen linkshaltend am nächsten Grataufschwung vorbei und folgen dem schrofigen Steig in mehreren Kehren zum Reichenhaller Haus hinauf. Am Eingang zur Hüttenterrasse beginnt der finale steinige Pfad, der einen vorbei an der Staufenkapelle zum Gipfelkreuz hinauf bringt (5 Minuten ab dem Reichenhaller Haus).

Abstieg: Vom Gipfel wandern wir über den Aufstiegsweg hinunter Richtung Reichenhaller Haus und wenden uns nach der Staufenkapelle nach rechts (Westen). Nun schlagen wir den mit Stufen ausgebauten schottrigen Weg ein, der uns in mehreren Kehren bergab bringt (Wegweiser „Padinger Alm über Bartlmahd, Bad Reichenhall“). Nach einem ersten steileren Abstieg quert der Pfad in westlicher Richtung unterhalb des Hochstaufen-Gipfels vorbei und leitet uns in einem Gegenanstieg zu einer latschenbewachsenen Hochfläche hinauf. In einem sanften Anstieg erreichen wir den Gratverlauf und halten nun auf den Mittelstaufen zu. Nach einem kurzen Abstieg queren wir linkshaltend an einem Grataufschwung vorbei und treffen am Fuße des Mittelstaufens auf eine Verzweigung (knapp 30 Minuten ab dem Reichenhaller Haus).

Nun wenden wir uns nach schräg links (Schild „Padinger Alm, Bad Reichenhall“) und folgen dem Weg in südwestlicher Richtung über die schottrige Flanke bergab. Am Fuße eines felsigen Zinkens wendet sich der Weg nach links (Südosten) und leitet uns in vielen Serpentinen zu einem Waldstück hinunter. Dort treffen wir auf den Abzweig zur Zwieselalm, den wir rechts liegen lassen. Nach dem Waldstück ziehen sich die Bäume zurück und geben noch einmal den schönen Tiefblick hinunter nach Bad Reichenhall frei. Nach einem Quergang wandern wir in mehreren Serpentinen bergab und tauchen endgültig in den dichten Bergwald ein. Der gut markierte und teils mit Stufen ausgebaute Weg leitet uns zuerst in südlicher und später in südöstlicher Richtung zurück zur Kreuzung, die wir vom Aufstieg her schon kennen. Nun wenden wir uns nach rechts und spazieren über den Forstweg zurück zum Parkplatz an der Padinger Alm.

Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeit:
Reichenhaller Haus (1750 m), DAV Sektion Bad Reichenhall, Tel. +49(0)8651/5566. Geöffnet von Mitte Mai bis Mitte Oktober.

  Höhe Gehzeit Gesamt Ziel
670 m - 1290 m + 1:30 1:30 Abzweig Steinerne Jäger
1290 m - 1750 m + 1:55 3:25 Reichenhaller Haus
1750 m - 1771 m + 0:05 3:30 Hochstaufen
1771 m - 1595 m + 0:30 4:00 Abzweig Mittelstaufen
1595 m - 670 m + 2:00 6:00 Padinger Alm

Autor: Didi Hackl
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Alpenregion Tegernsee Schliersee
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Gesamtbewertung der Tour „Hochstaufen“:
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Letzter Eintrag (von Julian):
05.10.15  Sind am 03.10. auf den Hochstaufen. Haben statt dem Pidinger Klettersteig den Steinerne-Jäger-Steig ... [weiter]

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