Berchtesgadener Alpen

Almbachklamm Marktschellenberg

2
Tourdaten:
Gesamtgehzeit:  3:15 h
600 Höhenmeter
7,5 Kilometer

Die Rundwanderung durch die Almbachklamm bei Marktschellenberg beeindruckt mit Deutschlands letzter Kugelmühle, dem Sulzer Wasserfall und der Wallfahrtskirche Mariä Heimsuchung in Ettenberg

Charakter: Rund 7 ½ Kilometer lange Rundwanderung auf meist schmalen Wegen und Pfaden. Nicht überall in der Klamm sind Geländer vorhanden, technisch sind aber, abgesehen von den durch Nässe teils rutschigen Stellen, keine Herausforderungen zu meistern. Der Abstiegsweg von Ettenberg zurück zum Gasthof Kugelmühle ist steil und führt über zahlreiche Wurzeln und Treppen.

Eintritt und Öffnungszeiten: Die Klamm ist je nach Witterung von Mitte April bis Ende Oktober geöffnet. Im Winter ist die Klamm wegen Eisschlag und Lawinengefahr geschlossen. 2020 zahlen Besucher mit Gästekarte 5 Euro Eintritt, Jugendliche bis 18 Jahren 4 Euro.

Anfahrt: Von München auf der A8 nach Salzburg fahren und dort weiter der A10 Richtung Villach folgen. An der Ausfahrt Salzburg Süd die Autobahn verlassen und auf der B305 über Marktschellenberg Richtung Berchtesgaden fahren. Etwa 3 km nach Marktschellenberg links die Berchtesgadener Arche überqueren und sofort wieder links abbiegen. Dem Kugelmühlenweg bis zum Wanderparkplatz folgen.

Mit der Bahn: Mit dem Meridian von München (Richtung Salzburg) über Rosenheim nach Freilassing. Von Freilassing mit der Regionalbahn weiter nach Berchtesgaden. Vom Hauptbahnhof Berchtesgaden mit der Bus-Linie 836 (nach Freilassing) oder 840 (nach Salzburg) zur Haltestelle Kugelmühle. Mit dem Bayern-Ticket fahren bis zu 5 Personen für 26 Euro + 8 Euro je Mitfahrer zur Kugelmühle.

Geo-Koordinaten des Ausgangspunkts:
47.670214, 13.031652 (in Google Maps öffnen)

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An Attraktionen wird auf dieser gut 7 km langen familiengerechten Rundwanderung nicht gespart. Gleich zu Beginn bestaunen wir die seit 1683 bestehende Kugelmühle, die letzte, die in Deutschland noch in Betrieb ist. Weiter geht es über zahlreiche Brücken durch die wildromantische Almbachklamm, die mit dem Sulzer Wasserfall ein weiteres Highlight für uns bereithält. An der Theresienklause verlassen wir den Almbach und steigen zur Wallfahrtskirche Ettenberg auf. Neben dem Gotteshaus hält der Mesnerwirt auch ein paar weltliche Leckerbissen für uns bereit. Gestärkt geht es anschließend über den Hammerstielweg zurück zum Ausgangspunkt am Gasthaus Kugelmühle.

Wegbeschreibung: Bereits am Parkplatz können wir auf 3 Informationstafeln viel über die beschwerliche Arbeit der Holztrift erfahren, die Jahrhunderte lang in der Almbachklamm stattgefunden hat. Neugierig überqueren wir auf einer hölzernen Brücke den Gebirgsbach und bestaunen Deutschlands letzte funktionsfähige Kugelmühle. Seit 1683 werden hier unermüdlich Kugeln aus Stein geformt. Im Gasthaus Kugelmühle, gleich neben der Mühle, können die Murmeln in unterschiedlichen Größen erworben werden. Wir marschieren ein paar Meter flussaufwärts und bezahlen am Kassenhäuschen der Klamm unseren Eintritt.

Nicht weit dahinter beginnt die eigentliche Klamm. Die Felswände rücken nun näher zusammen und wir können von einem Aussichtspunkt, der mit dem Hauptweg über eine Brücke verbunden ist, den ersten Wasserfall bestaunen. Immer tiefer dringen wir nun in die sagenumwobene Welt des Untersberg ein. Den Kaiser Karl, der hier im Untersberg schlafen soll, haben wir nicht geweckt, dass Plätschern und Gurgeln des Almbaches hat wohl unsere Stimmen übertönt. Kühn verläuft der Steig wenige Meter über dem Almbach durch die Klamm. Oft befindet sich auf der abschüssigen Seite ein Geländer. Ein Stahlseil am Felsen verhindert, dass man auf den zum Teil nassen Weg ausrutscht. Schwierig ist der Weg, der immer ca. einen Meter breit ist, nicht.

Vorbei an zahlreichen Gumpen, an kleineren Wasserfällen und durch einen kleinen Tunnel setzt sich der Weg fort. Immer wieder gilt es auch über Treppen an Höhe zu gewinnen. Einen Abzweig nach rechts zum Mesnerwirt lassen wir liegen und erreichen wenig später den Sulzer Wasserfall. Die Klamm ist hier ein wenig breiter und erlaubt einen guten Blick auf die Wassermassen, die hier 114 m über den Fels Richtung Almbach stürzen. Hier befindet sich auch eine kleine Schutzhütte, in der man sich bei Regen gut unterstellen kann.

Nach dem Wasserfall wird die Klamm noch einmal enger. Wir genießen den kühlen Wind, der hier durch das Tal weht. Auf dem gesamten Klammweg können wir auf Informationstafeln viel über die Tier- und Pflanzenwelt, sowie über die örtliche Geologie erfahren. Einen Abzweig nach rechts ignorieren wir. Wenige Minuten nach dem wir die Brücke 25, eine besonders hohe, überquert haben, stehen wir vor der 1836 fertigstellten Theresienklause. Zur Freude der Kinder gibt es hier ein kleines Model, mit der spielerisch die Funktion der Klause erklärt werden kann.

Über die Klause queren wir auf die andere Uferseite und steigen nach rechts auf. Allmählich wird der Weg in den steilen grasigen Hängen wieder flacher. Noch einmal können wir schön auf eine der Brücken in der Klamm blicken. Wir passieren den Dunkelgraben und treffen wenig später auf eine Abzweigung. Der Weg bergab führt zurück zur Klamm. Da wir aber noch der Wallfahrtskirche einen Besuch abstatten wollen, halten wir uns geradeaus Richtung Ettenberg. Bald erreichen wir über Almwiesen die wenigen Häuser von Winkllehen. Dahinter zeigt sich majestätisch die Südwand des Berchtesgadener Hochthrons.

Der Wiesenpfad mündet in eine Teerstraße, der wir weiter nach Norden folgen. An einer Kreuzung halten wir uns rechts, Ettenberg ist bereits angeschrieben. Bergab wandern wir weiter durch den Wald und überqueren den Sulzbach. Hinter einem Felsen biegen wir rechts ab. Wer genau hinschaut, kann in der Felswand einen kleinen Altar entdecken. Etwa eine Viertelstunde müssen wir auf der Straße leicht bergauf marschieren, aber immerhin bekommen wir kurz Gelegenheit, im Südwesten auf den Watzmann zu blicken. Am Wallfahrtsort angekommen besuchen wir kurz die Kirche, bevor wir dem Mesnerwirt einen Besuch abstatten und uns mit weltlichen Leckerbissen stärken.

Satt brechen wir zu unserer letzten Etappe der heutigen Tour auf. Wir passieren rechts im Süden die Kirche und wandern vorbei an einem Bauernhof auf eine Hecke zu. Entlang der Hecke führt uns der Weg Richtung Hangkante. Schön können wir im Süden den Hohen Göll und das Hohe Brett sehen. Im Wald wird der Weg steil und wurzelig. Über zahlreiche Stufen verlieren wir schnell an Höhe. Bald ist der Parkplatz, von dem wir aufgebrochen sind, sichtbar. Minuten später lassen wir den Tag auf der Terrasse des Gasthaus Kugelmühle ausklingen.

Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeiten:
  • In Ettenberg befindet sich direkt neben der Wallfahrtskirche das Gasthaus "Mesnerwirt" Tel.: +49-8650-245, Vorderettenberg 9, 83487 Marktschellenberg, Montag ist Ruhetag.
  • Am Ausgangspunkt befindet sich das Gasthaus "Zur Kugelmühle", Tel. +49 (0)8650 461, Kugelmühlweg 18, D-83487 Marktschellenberg. ganzjährig geöffnet.

  Höhe Gehzeit Gesamt Ziel
520 m - 660 m + 0:45 0:45 Sulzer Wasserfall
660 m - 740 m + 0:45 1:30 Theresienklause
740 m - 820 m + 1:00 2:30 Wallfahrtskirche Ettenberg
820 m - 520 m + 0:45 3:15 Zur Kugelmühle

Autor: Tom Lindner
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