Chiemgauer Alpen

Sonntagshorn (1961 m) aus dem Heutal

2
Tourdaten:
Aufstieg:  2:45 Stunden
Abstieg:  2:00 Stunden
970 Höhenmeter
10,2 Kilometer

Parkplatz P2 im Heutal (995 m) - Jausenstation Hochalm (1460 m) - Sonntagshorn (1961 m)

Charakter: Insgesamt mittelschwierige Bergwanderung. Der Anstieg vom Wanderparkplatz zum Bauregger-Kaser erfolgt über einen breiten Fahrweg. Von dort führt ein steiniger Pfad und ein Wiesenweg hinauf zur Hochalm. Auf der Hochalm trifft man nochmals auf einen breiten Weg, bevor man nach der Hochalmkapelle über einen kleinen und im Gipfelbereich schrofigen Pfad hinauf zum steil nach Norden hin abbrechenden Gipfel steigt. Für die Wanderung ist ein Mindestmaß an Trittsicherheit und im Gipfelbereich auch Schwindelfreiheit erforderlich.

Anfahrt: Über die Autobahn München - Salzburg zur Ausfahrt Siegsdorf und nach der Ausfahrt rechts Richtung Siegsdorf und Inzell abbiegen. Am folgenden Kreisverkehr geradeaus Richtung Inzell und über Hammer und Inzell nach Weißbach fahren. Nach Weißbach der B 305 weiter nach Schneizelreuth folgen. Am Ortsbeginn rechts Richtung Lofer abbiegen und über die Landesgrenze fahren. Nach dem Grenzübergang rechts Richtung Unken und Heutal halten. In der Ortsmitte von Unken der Straße nach rechts Richtung Heutal folgen und nach dem Ortsende rechts ins Heutal einbiegen. Der Bergstraße hinauf ins Heutal folgen, dort den Parkplatz P1 der Jausenstation Hochalm rechts liegen lassen und weiter zum Parkplatz P2 fahren. Am gebührenpflichtigen Parkplatz P2 das Auto abstellen (3 Euro Parkgebühr, Stand 2018).

Mit Bus & Bahn: Der Ausgangspunkt im Heutal ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln schlecht zu erreichen. Idealerweise fährt man mit der Bahn oder mit dem Meridian von München Hauptbahnhof nach Salzburg (Fahrplan und Buchung). Von Salzburg Hauptbahnhof geht es mit der Bus-Linie 260 (Richtung Zell am See) zur Haltestelle Unken Steinpass (zur Fahrplanauskunft). Von dort wandert man durch den Steinbachgraben und über den Rosskarsteig hinauf zum Rosskarsattel und weiter zum Sonntagshorn (4 Stunden ab dem Steinpass).

Geo-Koordinaten des Ausgangspunkts:
47.662807, 12.664221 (in Google Maps öffnen)

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Das Sonntagshorn ist der höchste Gipfel der Chiemgauer Alpen und gleichzeitig ein Grenzberg zwischen Bayern und Salzburg. Während der Anstieg von der bayerischen Seite sowohl konditinell als auch technisch anspruchsvoll ist, präsentiert sich die Variante von der österreichischen Seite als recht einfach. Ausgangspunkt für diese Variante ist der Parkplatz im Heutal bei Unken. Von dort folgen wir dem Lahnerbach über einen schönen Steig hinauf zu den Almhütten der Hochalm. Dort liegt auch die Jausenstation Hochalm, auf der Wanderer mit hervorragenden Tiroler Schmankerln, einem legendären Kaiserschmarrn und hausgemachten Kuchen versorgt werden. Etwas oberhalb der Jausenstation liegt die sehenswerte Hochalmkapelle. Von dort führt uns ein Pfad hinauf zum Sattel, der das Sonntagshorn vom Peitingköpfl trennt. Von der Einsattelung steigen wir in vielen Kehren hinauf zum Sonntagshorn und genießen den fantastischen Rundblick über die Berchtesgadener Alpen, die Leoganger und Loferer Steinberge, das Kaisergebirge und über die Chiemgauer Alpen. Wer noch Luft und Lust hat, kann vom Sattel über die Perchthöhe mit einem Mehraufwand von einer guten Stunde noch das Peitingköpfl mitnehmen. Die Route über das Heutal zum Sonntagshorn ist im Winter auch eine beliebte Skitour.

Aufstieg: Vom Wanderparkplatz P2 im Heutal (995 m) folgen wir dem breiten, geteerten Fahrweg in nordöstlicher Richtung. Nach wenigen Minuten kommen wir zu einer Verzweigung und biegen rechts ab. Kurz darauf erreichen wir den Bauregger-Kaser und ignorieren kurz nach dem Gebäude den Abzweig nach rechts. An der Kreuzung behalten wir unsere Grundrichtung bei und spazieren geradeaus weiter Richtung Nordosten (Wegweiser „Pichleralm, Roßkarsattel, Hochalm, Sonntagshorn“). Nach ein paar Bäumen erreichen wir eine breite Lichtung, über die wir auf ein Waldstück zuwandern. Auch dort gehen wir an einer Kreuzung geradeaus weiter (rot-weiß markierter Wegweiser „19“) und wandern in ein Waldstück hinein. Kurz darauf erreichen wir den Lahnerbach, den wir links des Bachgrabens bleibend durch schattigen Wald bergauf begleiten.

Wir erreichen eine Lichtung und überqueren dort einen kleinen Bachlauf. Kurz darauf tauchen wir wieder in den Bergwald ein und wandern hinauf zu einem Querweg. Wir überqueren die breite Forststraße und folgen einem Wiesenpfad über weitläufige Almwiesen mit einigen kleinen Hütten weiter aufwärts. Zu guter Letzt erreichen wir ein weiteres Waldstück und treffen nach den Bäumen auf Höhe der Trostberger Hütte auf einen Querweg. Nach rechts könnte man nun innerhalb von 5 Minuten die Jausenstation Hochalm (1460 m) erreichen. Dazu wandert man ein Stück bergab und wählt bei der ersten Weggabelung den linken Weg. Für den direkten Anstieg zum Sonntagshorn wenden wir uns an der Trostberger Hütte nach links und folgen dem breiten Fahrweg an den Hütten der Hochalm vorbei. Nach zwei Kurven ignorieren wir den Abzweig nach links und wandern weiter geradeaus.

Kurz darauf kommen wir zur Hochalmkapelle, die linker Hand auf einer Anhöhe über uns thront. Nach einem kurzen Abstecher zur sehenswerten Kapelle setzen wir unseren Anstieg über den breiten Fahrweg in nordöstlicher Richtung fort. Kurz darauf kommen wir zu einer scharfen Rechtskurve. Hier verlassen wir den Fahrweg und gehen über einen steinigen Pfad geradeaus weiter (Wegweiser „Sonntagshorn“). Durch eine grasige und mit Felsblöcken übersäte Mulde wandern wir einem Waldstück entgegen. Dort vollzieht unser Pfad einen Linksknick und leitet uns einen Hang querend nordwärts. Nach einer Kehre bringt uns der Weg zu einem Durchlass am Weidezaun. In nordöstlicher Richtung streben wir zu guter Letzt dem Sattel zwischen dem Sonntagshorn und dem Peitingköpfl entgegen. Dort treffen wir auf einen Querweg und biegen links ab (Wegweiser „Sonntagshorn 50 min“).

Der Pfad leitet uns vom Kammverlauf in nordwestlicher Richtung auf die Gipfelflanke zu und schließlich in vielen Kehren über den Südhang empor. Je höher wir kommen, desto steiniger wird der Weg. Richtung Süden wird das Panorama immer weitreichender: Vorbei am Peitingköpfl blicken wir zu den Berchtesgadener Alpen mit dem Watzmann sowie zu den Leoganger und Loferer Steinbergen. Langsam wird das freie Terrain von Latschenfeldern abgelöst. Der steinige Weg schlängelt sich weiter in Serpentinen durch das Latschengestrüpp aufwärts. Schließlich erreichen wir den Gipfelgrat des Sonntagshorns. Dort wenden wir uns nach rechts und folgen den Gratverlauf mit gebührendem Abstand zur Abbruchkante zum Gipfelkreuz und zum Grenzstein hinauf. Nun ist auch die Sicht nach Norden frei und wir erblicken mit dem Hochgern, dem Hochfelln, dem Rauschberg und mit dem Hochstaufen einige prominente Vertreter der Chiemgauer Alpen.

Abstieg: Wie Aufstieg.

Einkehrmöglichkeit:
Jausenstation Hochalm (1460 m), privat, Tel. +43 (0)664/453 36 66. Geöffnet von Anfang Juni bis Oktober und von Weihnachten bis Ende März (an Heilig Abend sowie an Tagen mit „Sauwetter“ bleibt die Alm geschlossen).

  Höhe Gehzeit Gesamt Ziel
995 m - 1460 m + 1:15 1:15 Jausenstation Hochalm
1460 m - 1961 m + 1:30 2:45 Sonntagshorn
1961 m - 1460 m + 1:00 3:45 Jausenstation Hochalm
1460 m - 995 m + 1:00 4:45 Parkplatz P2 im Heutal

Autor: Didi Hackl
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