Lenggries im Isarwinkel ist Ausgangspunkt für Touren in den Bayerischen Voralpen und zugleich der Eingang zum Karwendel. Der wohl bekannteste Berg bei Lenggries ist das Brauneck. Am mit einer Seilbahn und mehreren Liften erschlossenen Brauneck tummeln sich im Winter Alpinskifahrer. Auch im Sommer ist die Seilbahn in Betrieb und befördert Ausflügler hinauf in die Gipfelregion.
Ohne Aufstiegshilfen ist das Brauneck (1555 m) von der Talstation am schnellsten über Garland zu erreichen. Der Anstieg erfolgt über einen breiten Fahrweg. Leider ist der Weg, der teilweise entlang der Lifttrasse und durch das Skigebiet führt, landschaftlich nicht besonders reizvoll. Bis zum Gipfel benötigt man ab der Talstation etwa 2 ½ Stunden. Eine deutlich schönere Variante führt von der Talstation über das Längental zum Gipfel hinauf. Der Anstieg ist mit 4 ¾ Stunden auch deutlich zeitaufwendiger. Eine weitere alternative Route beginnt in Wegscheid beim Draxlhang. Von dort dauert der Aufstieg über die Kotalm 2 ½ Stunden.
Im Winter ist das Brauneck eine beliebte Skitour. Ausgangspunkt für die Skiexkursion ist der Parkplatz am Draxlhang in Wegscheid. Zumeist abseits der Skipisten geht es über die Florianshütte dem Gipfel entgegen. Im oberen Teil der Tour kommt man dann vermehrt mit dem Skizirkus in Berührung. Am Gipfel des Brauneck liegt das fast ganzjährig bewirtschaftete Brauneck-Gipfelhaus, das der Sektion Alpiner Ski-Club des Deutschen Alpenvereins gehört.
An der Bergstation der Brauneck-Bergbahn beginnt die beliebte und lange Gratüberschreitung zur Benediktenwand (1801 m). Der Übergang passiert den Latschenkopf, den Probstalmsattel, die felsigen Achselköpfe sowie den Rotöhrlsattel. Im Bereich der Achselköpfe ist unbedingt Trittsicherheit und Schwindelfreiheit erforderlich. Die Achselköpfe lassen sich mit einem Umweg durch die Senke zwischen dem Probstalmsattel und dem Rotöhrsattel auch umgehen. Kurz nach dem Rotöhrlsattel wird man von kleinen, teils drahtseilgesicherten Kraxeleien erwartet. Das Gipfelkreuz und das Gipfelbiwak der Benediktenwand ist nach etwa 3 Stunden erreicht. Für den Rückweg zur Bergstation am Brauneck sollte man 2 ½ Stunden einplanen. Alternativ ist auch ein Abstieg über die Tutzinger Hütte zum Bahnhof in Benediktbeuern möglich (insgesamt 3 ½ Stunden).
Ein weiterer Anstiegsweg zur Benediktenwand beginnt am Eingang zum Längental. Den Wanderparkplatz erreicht man von Lenggries über Arzbach. Bis zum Gipfel der Benediktenwand muss man mit einer Gehzeit von 4 Stunden rechnen. Der Weg führt über die Kirchsteinhütte, die urige Hintere Längentalalm, die unbewirtschaftete Probstalm und den Rotöhrsattel.
Wem die Tour zur Benediktenwand zu lang ist, der findet mit dem Längenberg (1246 m) eine nette Alternative. Auch hier der Eingang zum Längental der Ausgangspunkt. Der Anstieg führt einen über die Dudlalm zur Neulandhütte, die knapp unterhalb der Gipfelwiese liegt. Die Neulandhütte ist ein Selbstversorgerhaus der DAV-Sektion Neuland. Der Abstieg führt einen hinunter zur Hinteren Längentalalm und über die Kirchsteinhütte wieder zurück zum Parkplatz.
Östlich von Lenggries erhebt sich die Bergwelt zwischen dem Isartal und dem Tegernsee. Ein beliebter Ausgangspunkt für diverse Wanderungen ist der Parkplatz in Hohenburg. Vom Wanderparkplatz lässt sich in 2 ¼ Stunden über das Markeck der Geierstein (1491 m) besteigen. Der Pfad, der zum schrofigen Gipfelaufbau hinaufführt, ist teilweise recht steil und ruppig und verlangt Trittsicherheit. Ein sanfteres Ziel ist das Seekarkreuz (1601 m), zu dem man innerhalb von 2 ¾ Stunden unschwierig über den Grasleitensteig und die Lenggrieser Hütte gelangt. Eine weitere Anstiegsmöglichkeit zur Lenggrieser Hütte führt über den Grasleitenstein (1268 m) und den Grasleitenkopf (1434 m). An der Lenggrieser Hütte steht man nach dieser schönen Kammwanderung nach etwa 2 ¼ Stunden.
Ein Stück nordwestlich des Geiersteins liegt der bewaldete Keilkopf (1125 m). Der Besuch des kleinen Berges ist wegen des sehr eingeschränken Ausblicks weniger spannend. Beliebter ist da schon die ganzjährig bewirtschaftete Denkalm, die am Fuße des Keilkopfs liegt und an der sich das schönere Panorama genießen lässt. Der direkte Aufstieg zur Denkalm dauert von Lenggries etwa 45 Minuten. Zum Keilkopf gelangt man von der Alm in weiteren 30 Minuten.
Südlich des Seekarkreuzes schließt sich der Schönberg an (1621 m). Der kürzeste Anstieg beginnt in Hohenreuth bei Fleck. Von dort erreicht man nach einem waldreichen Anstieg über Maria Eck nach etwa 2 ½ Stunden den Gipfel. Kurios: Das Gipfelkreuz des Schönberg steht nicht am höchsten Punkt, sondern westlich vom Gipfel an deutlich tieferer Stelle.
Anfahrt mit dem Auto: Autobahn München - Garmisch, Ausfahrt Siegsdorf. Über die B 472 nach Bad Tölz, alternativ über die Autobahn München - Salzburg zur Ausfahrt Holzkirchen und über Holzkirchen und die B 13 nach Bad Tölz. Von Bad Tölz weiter über die B 13 in Richtung Sylvensteinspeicher nach Lenggries.
Anfahrt mit Bus & Bahn: Von München Hauptbahnhof mit der Bayerischen Oberlandbahn nach Lenggries (Fahrplan und Buchung).
Die Suche ergab 27 Treffer: